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Kurz und Bündig - Teil VI

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Heute in kurz und bündig: Den blauen Knappen geht das Geld aus. Deswegen schlagen die Schalker nun vor, in der Fußball-Bundesliga einen sogenannten Salary Cap einzuführen. Wahrscheinlich steht der Verein kurz vor der Zahlungsunfähigkeit ### Ein Werbespot von Actimel wurde in England aus dem Programm verbannt, bei dem dessen Bruder, bekannt aus dem deutschen Fernsehen, eigentlich auch verboten gehört ### Die Grünen auf Spuren der Stasi. Ein Umfragebogen kursierte bei den Grünen, der Informationen über die Linke und dessen Mitglieder sammeln soll. Was ist der große Aufreger daran? ### Und einen guten Rat an Boris Becker: Halt doch endlich mal dein Maul!

Vor ein paar Jahren war Schalke 04 noch dafür bekannt, dass sie mit Geld nur um sich schmissen. Doch bald schon blieben die Einnahmen weit hinter den Erwartungen zurück und konnten schon bald nicht mehr die Kosten decken. Trotz des hohen Schuldenbergs, der sich im dreistelligen Millionenbereich befinden soll, verpflichteten sie vor der Saison noch Felix Magath, Meistermachen der Wölfe 2009, inklusive eines großen Trainerstabs. Doch inzwischen geht auf Schalke die Angst um. Ein deutliches Anzeichen dass der Verein glaubt, nicht mehr mithalten zu können, zeigt der von dort kommende Vorschlag, einen "Salary Cap" einzuführen, sprich das Gehalt der Profis nach oben zu begrenzen.

                                                SalaryCapBundesliga

Eigentlich ist der Ansatz richtig, da Fußballer, zumindest im hohem Leistungsbereich mit dementsprechender Beliebtheit eindeutig zu viel verdienen. Aber das ist ein anderes Thema und ich bezweifle ganz stark, dass dieser Gedanke bei den Schalker vorrangig war. Vielmehr scheint Schalke 04 nicht mehr in der Lage zu sein, die exorbitanten Gehälter zahlen zu können. Aber wenn die Manager klever waren, dann haben sie sich ihre Bonus-Zahlungen bereits im Vertrag sichern lassen. Egal wie gut oder schlecht die Mannschaft spielt ... .

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In Großbritannien hat die britische Werbeaufsicht ASA "die Ausstrahlung bestimmter TV-Werbespots für Actimel gestoppt." Dazu schreibt die Süddeutsche weiter:

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde sind die Behauptungen des Lebensmittelskonzerns, dass Actimel positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern habe, nicht erwiesen. Danone erklärte, die fraglichen Spots würden seit August 2008 nicht mehr ausgestrahlt.

Nun kursiert ja auch im deutschen Fernsehen ein Spot, der auf "wissenschaftliche Studien" hinweist. Ein Besuch auf der Homepage von actimel wirbt sogar mit über 30 Studien mit mehr als 3000 Testpersonen. Nun scheinen sich aber die Behörden in Großbritannien sicher, dass die Behauptungen des Werbespots nicht der Wahrheit entsprechen, und Danone hat den entsprechenden Werbespot zurück gezogen. Damit frag ich mich aber, wie hoch der Wahrheitsgehalt des deutschen Werbefilmchens wirklich ist. Es kommt halt immer auf die Interpretation an. Zwar etwas älter, aber doch noch interessant zu lesen ist ein Artikel auf werbewahn.net.

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Die Grünen sind auf den Spuren der Stasi. Ein Fragebogen wurde erstellt, um Informationen über die Linkspartei zu sammeln. Das sich gewisse Mitglieder einer Partei darüber echauffieren, dürfte klar sein. Auf Spiegel-Online ist zu lesen:

Politiker der Linken reagierten empört auf das Dokument: "Ich dachte immer, die Grünen wären für die Abschaffung von Geheimdiensten", sagte Thüringens Linke-Spitzenmann Bodo Ramelow SPIEGEL ONLINE. Er halte es für "zutiefst verwerflich, Ausforschungsbögen herauszugeben". Der Fragebogen erinnere "ein bisschen an Denunziation", sagte Dagmar Enkelmann, Parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag. Die Arbeit linker Abgeordneter sei ebenso öffentlich wie die von Parlamentariern anderer Parteien: "Diese Art von Berichtsunwesen braucht man dann nicht."

Seinen Freund und Feind zu kennen, ist nun einmal wichtig. Und jede Partei ist sich dessen bewusst und sammelt ihrerseits Informationen. Dass nun die Grüne eine in der Öffentlichkeit unbeholfen wirkende Art und Weise anwendeten, ist aber witzig wie befremdend. Denn vor allem bei den Grünen gibt es ehemalige Menschenrechtskämpfer aus der ehemaligen DDR. Allerdings war diese Aktion gar nicht so heimlich geplant, wie es manch ein Kritiker hinstellen möchte. Und gut formulierte Fragebögen sind auch effizienter. Ich denke, da wurde einmal wieder aus einer Mücke ein Elephant gemacht, vor allem vom Spiegel, der seiner populistischen Art und Weise einmal wieder gerecht werden musste. Oh, und bereits jetzt ist der Artikel in die Tiefe des Politik-Ressorts verschwunden.

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Lieber Boris Becker. Eigentlich gehst Du mir so zehn Meilen an meinem wunderschönen Hintern vorbei, aber du kannst es nicht lassen. Vor kurzem hast du noch gejammert, dass du nix von Liebe verstehst. Jetzt beweist du, dass das nicht nur stimmt, sondern dass du kein Gefühl für Scham hast und dich lieber in der Öffentlichkeit suhlst, als an das Glück und die Gefühle deiner Tochter zu denken. Anna Ermakova muss irgendwann einmal schon damit leben, dass sie das Produkt eines verantwortungslosen notgeilen Mannes ist, nun veröffentlicht dieser auch noch intime Details des Zeugungsaktes. Was denkst du eigentlich, wie sie darüber denkt, bzw. sich fühlt, wenn ihr diese Schamlosigkeit von dir bewusst wird? Wenn du sie wirklich liebst, so wie du behauptest, würdest du dich weniger um deine Popularität kümmern, und dich mehr um sie sorgen. Das ist kein Spiel mehr. Es geht um die Gefühle eines Menschen, der dir eigentlich sehr viel bedeuten sollte - deine Tochter.

Geschrieben von Captain

16.10.2009 um 11:47:01

Abgelegt in Gesellschaft, Politik, Sport

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