Schäuble und seine Vergangenheit
Wolfgang Schäuble wird neuer Finanzminister von Deutschland. Obwohl er während der Aufklärung zur CDU-Spendenaffäre gelogen hat. Nicht nur einmal. Und wohl auch öfter als wir wissen. Barbara E. wird entlassen, weil, so das Landesarbeitsgericht in Berlin, "eine Kassiererin müsse «unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit» zeigen." Wegen ihres "Fehlverhaltens" ist demnach das Vertrauensverhältnis zu ihren Arbeitgeber zu stark zerrüttet. Bitte?
1,30 Euro ist keine Kleinigkeit. Spätestens nachdem eine Kassiererin in Berlin ihren Job verloren hat, nachdem sie zwei von Kunden verlorene Leergutbons in der Gesamthöhe von eben jenen 1,30 Euro eingelöst hatte, hallt diese Nachricht von der deutschen Justiz über Deutschland. 1,30 Euro ist nun mal keine Kleinigkeit.
Auch eine Bulette nebst Brötchen ist keine Kleinigkeit. Auch sechs Maultaschen nicht. Und diese Liste an solchen Beispielen scheint in diesen tagen größer und größer zu werden.
Aber es gibt sie noch, die Kleinigkeiten, die so klein sind, dass sie unwichtig erscheinen. So Wolfgang Schäubles "schlechtes" Gedächtnis, als er 100.000 Mark in seiner Schublade "vergaß". Wie oft hat er gelogen? Bewiesen ein paar mal. Doch wird die Dunkelziffer weit höher liegen. Und etwas zugegeben hat er nur, wenn an der Wahrheit nicht mehr vorbei zu kommen war. Trotzdem darf er weiter über die Ein- und Ausgaben von Deutschland wachen. Eine Kassiererin nicht. Aber bei ihr ging es auch nur um 1,30 Euro.
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2 Kommentare zu Schäuble und seine Vergangenheit
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Schäuble
laß doch den Krüppel in Ruhe-Mann!
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und warum?


Die Rote Couch - Ein parteiloses Blog
28 Okt 09 um 10:15