Kurz und Bündig - Teil Zwei
In der heutigen Ausgabe von "Kurz und Bündig" soll es um Arbeitsverweigerung durch Feigheit gehen (natürlich in der Politik), eine private Audienz beim Paps... äh Holocaust-Leugner und Israel-Möchtegern-Vernichter, Gefahren durch Eigensinn und Starrsinn, vollem Bauch und Doping.
Merkel und Co. sind feige geworden. Aber warum? Ach ja, dieses Jahr stehen Wahlen an. Da darf das Image nicht leiden. Und weil Auslandseinsätze der Bundeswehr generell nicht gut in der Bevölkerung ankommen, werden wichtige Entscheidungen vertagt und neue Missionen, die eigentlich die Zustimmung des Bundestags brauchen, so umbenannt oder umgestaltet, dass sie in alte Mandate mit hinein fallen. So versuchen findige Juristen Joker aus dem Ärmel zu ziehen, damit die zwei Schiffe ("Emden" und "Spessart") an der neuen Anti-Piraten-Operation der Nato teilnehmen können. Eigentlich bräuchte der Einsatz das bereits genannte neue Mandat, allerdings könne man durch simples Umflaggen diesen Akt umgehen und die Schiffe könnten trotzdem an der Mission teilnehmen. Sowas nenne ich nicht Cleverness, sondern simpel Arbeitsverweigerung aus Angst, dass unsere Herrn Politiker nach der Wahl ohne Amt dastehen. Das ist das Gleiche, wenn sich Otto-Normalverbraucher kerngesund ein Krankenschein holt, um dann schwarz arbeiten zu können. Allerdings heißt er dann Ila, statt Ali. Oder wenn ein versoffenes Ehepaar den höheren Hartz IV Beitrag statt ihren Kindern ihrer Hausbar zugute kommen lassen, damit sie vor dem Kind saufen und rauchen können.
Gerhard Schröder ist immer wieder für eine Überraschung gut. Nachdem er frisch aus seinem Amt dem Konsortium als Vorstandsmitglied beigetreten ist, dem er in seiner Amtszeit noch schnell eine freie Ostseepipline von Ost nach West für fossile Energieträger verschafft hatte, will er nun den Israel-Feind Nummer Eins, Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad treffen, damit er sich bei diesem dessen Methoden anschauen kann, die lange und sichere Amtszeiten garantieren, und auch mal Wahlergebnisse so zurechtrücken, dass keine kleine fiese bayrische Partei genau die Prozentpunkte hat, die zum regieren fehlen. Denn in Deutschland ist die Amtszeit des Bundeskanzlers nicht beschränkt. Genauso wie es nun auch in Venezuela ist. Aber dort wird es logischerweise in eine Diktatur ausarten, was in Deutschland überhaupt nicht möglich sei. Aber wahrscheinlich will Schröder sich auch nur versichern, dass die deutsche Technik, welche in den Iran exportiert wurde, auch funktioniert. Natürlich alles nur zur zivilen Nutzung, wie unbemannte Flug-Drohnen, Raketen-GPS-Systeme und Schwingungsdämpfer für Zentrifugen (die zur Urananreicherung gebraucht werden) beweisen.
Schlaue Leute wissen, greift man in ein funktionierendes System von außen ein, verändert sich der Ablauf des Systems, im einfachsten Fall geringfügig und ohne große anfallende Probleme (wie eine europäische Toilette in Australien) oder mit so weitreichenden Konsequenzen, dass das System zu kollabieren droht (man bedenke dabei die niedlichen Tiere mit den langen Ohren, die Australien unsicher machen). Weitere Beispiele gibt es fast en masse, hier ein kleiner Auszug. Da ist es recht fragwürdig, wenn Experimente zugelassen werden, die für viel Skepsis sorgen. So zum Beispiel die Düngung der Ozeane mit Eisen, oder jetzt ganz neu, die unterirdische CO2-Speicherung. Die Regierung ist sich sogar so sicher, dass alles sicher ist, dass sie für auftretende Schäden natürlich die Energieversorge haften lassen. Moment, das kommt mir doch irgendwo bekannt vor! Genau, das "Forschungsendlager AsseII", wo 126.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Material lagern, ist Einsturz-gefährdet und im schlimmsten Falle drohe eine Entweichung von Radioaktivität. Ein Schelm wer dabei böses denkt. Auch dort war nicht der Bund oder die Länder für dessen Sicherheit zuständig, sondern eine private Betreibergesellschaft, und auch dort wurde der Standort anfänglich als sicher bewertet. Aber, so wie wir heute Platz für das viele "schädliche" CO2 Zwischenlagerplatz brauchen, brauchten wir ja damals ein Zwischen-End-Lager für den giftigsten Müll aller Zeiten, ein Abfallprodukt der "saubersten" Energiegewinnung. Warum kratze ich mir gerade am Kopf.
Eine beliebte Sportart westlicher Menschen ist das Fingerzeigen auf andere Leute, vor allem wenn die nicht die gleichen moralischen Prinzipien wie einer selbst hat. Natürlich glaubt jeder, seine Vorstellung von Gerechtigkeit sei die gerechteste, seine Vorstellung von Richtig sei die richtigste, und so weiter. Und weil auch die, (vor allem West) -europäer meist auf China zeigen, platze nun dem dortigen Vizepräsidenten Xi Jinping der Kragen, denn er sagte laut Süddeutsche Online: "Es gibt ein paar Ausländer, die den Bauch voll und nichts besseres zu tun haben, als mit dem Finger auf China zu zeigen." Ich bin kein China-Politik-Und-Moral-Freund, aber wo er recht hat, hat er recht. Ich kann mich noch an den rank und schlanken Helmut Kohl erinnern (nein, das kenn ich nur von Bildern), an den sportlichen Joschi Joshka Fischer, und an den vor Elan strotzenden Gerhard Schröder. Aber die gibt es nicht mehr. Trotzdem sind unsere heutigen Politiker gut genährt und müssen auch kein Hunger leiden. Und weil sie nicht tagtäglich mit der Futtersuche beschäftigt sind (denn es gibt unterbezahlte Kräfte die das für sie in die Hand nehmen), müssen sie ja etwas anderes mit ihrer Zeit anfangen. Und dazu gehört auch der Fingerzeig auf China.
Nun aber zu einer richtigen Sportart, dem Fahrrad fahren. Wobei, inzwischen kommt es dort nicht mehr auf die sportliche Leistung an, sondern darauf, wie gut die neusten Doping-Mittel wirken und wie leicht sie zu verstecken sind. Wenn aber dann doch ein Fahrer überführt und verurteilt wurde (in diesem Fall der Radprofi Stefan Schumacher), sei es meist erst mal ein Schock für sie (außer für die Russen). Und weil nun mal keiner gedopt hat, bis es nicht zweifelsfrei bewiesen wurde, beteuert man so lange seine Unschuld, bis man das Lachen selbst nicht mehr an sich halten kann. Ehrlich gesagt zaubert die Erinnerung an die Pressekonferenz von Christoph Daum (der nie gekokst haben wollte, und der eine Verschwörung roch, als ausgerechnet "seine" Haarprobe den verbotenen Stoff aufwies) immer noch ein Lächeln auf mein Gesicht, in der er dann doch irgendwann mit feixendem Gesicht zugab, ja, es war ein Fehler (zu lügen und das Koks zu nehmen natürlich). Und weil ein Fahrradfahrer nicht ausreicht, stimmt auch der spanische Radprofi Alejandro Valverde in dieses Lied mit ein. Ich war ja schon vorher kein wirklicher Fan dieser, kann man es eigentlich noch Sportart nennen? - aber inzwischen glaub ich keinem Leistungssportler mehr, wenn er sagt, er habe nicht gedopt. Sicherlich öffnet dies Verleumdungen und Rufmord Tür und Tore. Und das ist das Traurige an der Sache.
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2 Kommentare zu Kurz und Bündig - Teil Zwei
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Es gab(Gibt) dort auch einmal eine Kaninchenplage ….


Soweit ich weiß, hat Australien eher Probleme mit der Aga-Kröte und lange Ohren hat die nich…