Die Rote Couch - Ein parteiloses Blog

Boni waren noch nie erfolgsabhängig

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Das beweist jetzt die Deutsche Bank. Da nun die Kritik an den Boni lauter wurde als an den überzogenen Gehältern der Manager, werden die Zusatzzahlungen in das Festgehalt zurück integriert.

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Geschrieben von Captain

19.01.2010 um 18:11:56

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Korruption als legales Machtmittel

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Karlheinz Schreiber steht inzwischen vor Gericht in Augsburg - wegen Steuerhinterziehung und Bestechung. Seine Verteidigung wird unter anderem darauf fußen, dass Korruption und Bestechung gang und gäbe und damit legitim war. Oder hat jemand eine andere Interpretation für die äußerst interessante Textstelle im letzten Absatz?

Einer der Verteidiger kündigte an, eine besondere Aufgabe der Hauptverhandlung werde sein, „welches Gedankengut und welche Gepflogenheiten tatsächlich herrschten“, als Schreiber „seine Möglichkeiten und Kontakte“ nutzte, und verwies darauf, dass es bis Ende der neunziger Jahre rechtmäßig war, „nützliche Aufwendungen“, vulgo Schmiergelder, zu bezahlen und zu erhalten.

Da können wir uns ja freuen, dass dieses Gedankengut nur bis Ende der 90er Jahre angehalten hat, und nicht noch heute unsere Politiker und Industriellen verseucht.

 

Geschrieben von Captain

19.01.2010 um 09:42:55

Boni-Palaver

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Eigentlich wollte ich mich auf meine Arbeiten konzentrieren, aber nun muss ich doch noch was schreiben. Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, kann sich angesichts der Boni-Steuer in Großbritannien vorstellen, diese Steuer auf alle Angestellte der Deutschen Bank zu verteilen. Mal abgesehen davon, dass der Autor in dem Bericht etwas durcheinander bringt, wenn er schreibt,

"... dass ein Investmentbanker aus New York einen deutlich höheren Bonus bekommt, als sein Kollege aus London."

Das ist so nicht wahr. Das eigentliche Problem aber liegt darin, dass, wenn Ackermann die Steuerlasten auf alle Angestellte verteilen will, automatisch jeder bis hinunter zum Schalterangestellten und Putzfrau? (Wobei die Kräfte sicherlich Outsourced wurden) dafür Gehaltseinbüße hinnehmen müssen. Oder was genau bedeutet bei ihm "alle Angestellte"? Außerdem wäre das Sozialismus bloß in umgekehrter Form. Haben die da etwa eine verkappte Rote Socke als Chef?

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Geschrieben von Captain

18.12.2009 um 10:26:25

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Menschen lernen nicht aus Fehlern

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Es stößt zwar ein bisschen komisch auf, dass unser Finanzminister seine eigenen Finanzsituation nicht kennt. Aber da fällt es nicht einmal schwer zu glauben, dass er mal so eben 100.000 DM irgendwo “vergessen” hat. Dumm scheint er trotzdem zu sein. Denn er mag nicht aus den Fehlern der Finanzkrise zu lernen. Und er beweist, wie gut Politiker sich Wahrheiten zurecht lügen können.

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Geschrieben von Captain

22.11.2009 um 11:28:00

Protektionismus vs. Dalai Lama

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Der Präsident der USA Barack Obama besucht China. Dass die Amerikaner sich vor China fürchten, ist angesichts deren wirtschaftlicher Kraft nur logisch. Ob Obama genauso denkt, sei dahin gestellt. Doch auch China fürchtet sich und da ist es kein Wunder, dass Staats- und Parteichef Hu Jintao vor Protektionismus warnt. Denn den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt China einzig und allein dem Turbokapitalismus der westlichen Welt, und die westliche Welt verdankt ihre Wirtschaftskrise unter anderem auch dem Outsourcing nach China. Das ist eigentlich so traurig, dass ich mich darüber sprichwörtlich tot-lachen könnte.

Geschrieben von Captain

17.11.2009 um 08:45:08

GM tritt nach

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Dass GM auf der Nase der Bundesregierung getanzt hat, ist seit der Absage an den Verkauf von Opel klar. Um die ganze Sache noch ein wenig spannender zu machen, tritt GM-Chef Fritz Henderson noch einmal nach. Süffisant erklärte er, dass man "ungeheuer dankbar" für die Unterstützung sei, und dass ohne eben diese man ansonsten nicht hier wäre.

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Geschrieben von Captain

11.11.2009 um 13:42:15

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Es reicht langsam

Mit 2 Kommentaren

Die Fälle, in denen Mitarbeiter für Nichtigkeiten fristlos gekündigt wird, häufen sich. Erst die Kassiererin, die wegen zwei von Kunden vergessenen Leergutbons in schwindeleregender Tiefe ihren Job verlor, dann ein Müllmann, der ein Kinderbett von der sprichwörtlichen Müllkippe "stahl", ein Fabrikarbeiter, der wegen des Diebstahls von Strom (für das Aufladen seines Handys) hinaus geworfen wurde, eine Büroangestellte, die es sich erdreistete, eine Bulette von einem reich gedeckten Tisch zu verzehren (oh ich vergaß, ein Brötchen gehörte auch dazu), kommt nun eine Altenpflegerin hinzu, die übrig gebliebenes Essen, was so oder so in den Abfall wandern würde, mit nach Hause nahm und dafür nun mit einer fristlosen Kündigung belohnt wurde. Habt ihr alle nun endgültig den Verstand verloren?

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Geschrieben von Captain

16.10.2009 um 17:31:29

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Ignoranz zahlt sich aus: In den Kassen der Sponsoren

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Wenn es ums Geld geht sind sie sich einig. Die Großen der Wirtschaft. Da interessieren keine Menschenrechte mehr. Denn das einzige was am Ende wirklich zählt, ist das Klingeln in den Kassen. Dass Manager von Firmen so denken, scheint erst einmal kein Wunder zu sein. In die gleiche Bresche springt aber auch der schweizer Wirtschaftsethiker Stephan Rothlin, der scheinbar nichts aus der Unterdrückung ganzer Völker gelernt zu haben scheint. Auch er bleibt bei einer positiven Einschätzung des Sponsorings für die Olympischen Spiele in Peking. Wieviel Blut aber an seinen Händen klebt, scheint ihn dabei nicht zu stören.

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Geschrieben von Captain

08.08.2009 um 13:57:15

Two-Faced

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Die Nachrichten von gewaltsamen Niederschlagungen protestierender Menschen in der Welt reißen nicht ab. Erst Tibet, dann Iran und nun Xinjiang. Und dazwischen liegen noch viele andere Beispiele, in denen nach Eigenständigkeit und Demokratie verlangt wird. Doch überall werden diese "Feinde des Staates" brutal niedergeschossen. Doch nicht in jedem Fall regt sich unter den mächtigsten Politikern "moderner Demokratien" der Welt der gleiche Widerstand. Denn China ist eine Wirtschaftsmacht, wo die großen Unternehmen noch billiger herstellen können und wo noch mehr Profit rausgeschlagen werden kann. Und, ach ja, China hat Atomwaffen.

Ein Schelm wer dabei böses denkt, wenn Iran nun auch versucht, an solch ein Arsenal zu kommen. Sie wollen das gleiche Recht wie alle anderen. Aber die USA und Russland wollen ja jetzt abrüsten. Alte Waffen entsorgen ohne neue zu bauen. Wenn das nicht sowieso eine logische Konsequenz der Weltwirtschaftskrise ist. Aber so wird Abrüsten definiert, heutzutage.

Lasst mich dazu nur einen deutschen Liedermachen zitieren.

"Oh kaputt ist diese Welt" (c) Funny van Dannen

Geschrieben von Captain

07.07.2009 um 08:37:56

Sechs, setzen, Herr Piper

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General Motors und Opel sind nun zu einem großen Teil in der Hand des Staates. Nachdem die Unternehmen in den Untergang geführt wurden, versuchen Politiker nun so viele Arbeitsplätze zu retten wie möglich. Dass das nicht gut gehen wird, davon ist Nikolaus Piper von der Süddeutschen überzeugt. Denn in seinem Kommentar über die zunehmende Verstaatlichung unterstellt er den Politikern die falsche Beweggründe, und damit nicht die Weitsicht, wirklich wirtschaftlich zu arbeiten. Dabei übersieht er aber einen äußerst wichtigen Punkt: Auch Manager in der Wirtschaft betrachten das Unternehmen nicht von allen Seiten.

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Geschrieben von Captain

02.06.2009 um 10:30:40

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