England und das Hausgemachte Problem
Viel ist schon gesagt über die Krawalle in England. Mehrere Nächte hintereinander plünderten und zerstörten hauptsächlich Jugendliche Geschäfte in London, Manchester und Liverpool sowie in anderen britischen Städten. Dabei verloren 5 Menschen ihr Leben und mehr als 2000 wurden verhaftet. Der Auslöser für diese Ausschreitungen war der Tod des 29-Jährigen Mark Duggan, der bei seiner Verhaftung am 4. August von der Polizei erschossen wurde. Zwei Tage später folgte eine zunächst friedliche Demonstration vor einer örtlichen Polizeistation, die die Aufklärung des Todesfalls forderte. Später am Abend eskalierte die Situation – den Ausgang kennen wir inzwischen.
A wie Athen
Die ersten Toten sind zu beklagen. Drei Menschen kamen in den Flamen von Bank-Filialen um, die von Demonstranten in Brand gesetzt wurden. Selbst das Parlamentsgebäude wurde vom wütenden Mob angegriffen. Ausnahmezustand in Athen? Sind das die Anfänge einer neuen Revolution?
Der Glauben - Das Ende einer Ära?
Ich habe immer schon gesagt, der Glaube des Menschen ist das Wichtigste für sein Leben. Er treibt ihn vorwärts, auch wenn der Weg noch so steil den Berg hinauf führt. Selbst die wildesten Flüsse, die dichtesten Dschungel und die eisigsten Stürme sind für den Menschen, wenn er denn will, kein unüberwindliches Hindernis mehr. Dabei ist es egal, ob man an sich selbst, an Gott, an die Natur oder in die Technik glaubt. Solange er da ist, und einem die Sicherheit gibt, wofür dies alles erreicht werden soll, können auch die schlimmsten Rückschläge gemeistert werden. Wie in guten, so in schlechten Zeiten - wie uns eine bekannte Wendung versichert.
Doch aber genau wegen dieser bedeutungsvollen Stellung in unserem Leben, ist der Glaube auch der größte Angriffspunkt. Der Magazin-Verkäufer an der Haustür, der Klingelton-Vertreiber im Internet oder auch der Finanzberater in der Bank, sie alle versuchen uns in dem Glauben zu lassen, dass das gerade abgeschlossene Geschäft genau das eine Geschäft unseres Lebens sei, obwohl eben besagte Vertreter genau wissen, welche Stolpersteine und Haken sich in den unterzeichneten Verträgen verbergen. Doch diese Beispiele sind meist nur kleine Fische, die sich in den dunklen Tiefen des Abgrundes tümmeln. Ein besonders dicker Brocken scheint die katholische Kirche zu sein.
Hartz-IV gescheitert?
Nach fünf Jahren Hartz-IV lassen nur wenige ein gutes Haar an der Reform. Das Ziel, den Arbeitslosen den Weg zurück zur Vollzeitbeschäftigung scheint weit verfehlt. Ist Hartz-IV damit gescheitert?
Wie wichtig ist die digitale Überwachung?
Wenn ich mir den Artikel auf Spon über die "Sicherheitspanne" am Münchner Flughafen durchlese, frage ich mich, wofür eigentlich eine digitale Vollüberwachung nützlich sein soll, wenn dort das Sicherheitspersonal es nicht einmal schafft, einen Mann aufzuhalten, der mit einem Koffer unterwegs ist, wo der Sprengstoffalarm angeschlagen hat. Wenn es nicht so traurig wär, würde ich mich darüber totlachen.
Wem soll man eigentlich noch glauben?
Sportler, die alles machen würden, um zu siegen? Industriellen, die alles machen um noch mehr Geld zu verdienen? Oder doch Politiker, die alles machen um an der Macht zu bleiben?
Boni waren noch nie erfolgsabhängig
Das beweist jetzt die Deutsche Bank. Da nun die Kritik an den Boni lauter wurde als an den überzogenen Gehältern der Manager, werden die Zusatzzahlungen in das Festgehalt zurück integriert.
Von der lustigsten Locke zur mahnenden Locke der Nation
Den Zeigefinger heben ist nicht schwer. Das beweist die "sozialste" Locke der Nation Guido Westerwelle. In China mahnte er nun die Einhaltung der Menschenrechte an. Allerdings reicht es ihm, ein paar flockige Worte von sich zu geben um dann deutlich zu machen, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und China daran nicht scheitern werden. Menschenleben sind halt nicht so viel Wert wie der mögliche Gewinn aus den wirtschaftlichen Beziehungen.
Korruption als legales Machtmittel
Karlheinz Schreiber steht inzwischen vor Gericht in Augsburg - wegen Steuerhinterziehung und Bestechung. Seine Verteidigung wird unter anderem darauf fußen, dass Korruption und Bestechung gang und gäbe und damit legitim war. Oder hat jemand eine andere Interpretation für die äußerst interessante Textstelle im letzten Absatz?
Einer der Verteidiger kündigte an, eine besondere Aufgabe der Hauptverhandlung werde sein, „welches Gedankengut und welche Gepflogenheiten tatsächlich herrschten“, als Schreiber „seine Möglichkeiten und Kontakte“ nutzte, und verwies darauf, dass es bis Ende der neunziger Jahre rechtmäßig war, „nützliche Aufwendungen“, vulgo Schmiergelder, zu bezahlen und zu erhalten.
Da können wir uns ja freuen, dass dieses Gedankengut nur bis Ende der 90er Jahre angehalten hat, und nicht noch heute unsere Politiker und Industriellen verseucht.
Das Filme- und Musik-Kopieren nun legal?
Also wenn ich eine Urheberrechtspauschale für meinen neuen PC bezahlen muss, dann will ich auch alles kopieren dürfen, was ich will!

