Fixmbr als Zensor - No. 2
Ich will mich hier jetzt nicht ewig an diesem Thema aufhängen. Schade um die Zeit, schade um die Energie, auch wenn das Thema, richtige Textanalyse und das Wiedergeben davon in einer öffentlichen Kritik, sehr wichtig ist. Eine Doppelmoral werde ich dem Autor auf Fixmbr jetzt nicht unterstellen. Dennoch geht seine Kritik an Schirrmacher vorbei, denn Christian Sickendieck gelang es nicht, die Kernaussage Schirrmachers herauszufiltern. Trotzdem schimpft er wie ein Rohrspatz gegen den Herausgeber der FAZ. Ein zweiter Punkt ist umso trauriger. Eigentlich sagt der Volksmund, “Wer Kritik austeilt, muss auch Kritik einstecken können.” Dass das nicht immer so sein muss beweist Sickendieck. Denn nachdem ich ihm auf eben jenen Fehler hinwies, schaltete er entsprechenden Kommentar nicht frei. Ich gebe zu, in einem bestimmenden Ton meine Kommentare zu verfassen, allerdings verwehre ich mich dagegen, in meinen Kommentaren andere Personen angegriffen zu haben. Zumal mein Ton weit unter dem lag, den Sickendieck in seiner Kritik Schirrmacher gegenüber benutzt hat.
Allerdings weist er zurecht darauf hin, dass Fixmbr sein, bzw. ihr (er schreibt dort nicht alleine) “Wohnzimmer” sei. Dort kann er natürlich zurecht machen, was er will. In keinster Weise wollte ich ihm das streitig machen. Sein “Wohnzimmer”, seine Regeln. Allerdings empfinde ich es als traurig, wenn Kritik nicht zugelassen wird (nein, ich sage nicht, dass dort das immer so gehandhabt wird), vor allem wenn es sich um berechtigte Kritik handelt. Trotzdem kommt dann natürlich schnell der Vorwurf auf, dass hier Zensur betrieben wird um von eigenen Fehler abzulenken, bzw. um solche nicht zugeben zu müssen. Deswegen kann es auch dann und wann passieren, dass Autoren, dessen Kommentare nicht zugelassen werden, sich missverstanden und unfair behandelt fühlen. Vor allem wenn der eigene Kommentar auf einem Blog gepostet wurde, welches sich meiner Meinung nach als offen und aufgeschlossen sieht. Denn Sickendieck sagt in einen seiner Kommentare: “Es gab auch schon den Fall, dass sich jemand unberechtigt gelöscht fühlte, dennoch noch einmal kommentiert hat, andere Wortwahl, besserer Kommentar, es entstand eine Diskussion, alles war wunderbar.” Aber es geht auch anders: “Wer aber ein seitenlanges Elaborat über mich verfasst, muss hier nicht wieder auftauchen, den würde ich zuhause nicht einmal über die Türschwelle lassen.” Da stell ich mir die Frage, ob er denn gerne einmal mit Schirrmacher diskutieren würde. Wir erinnern uns, Sickendieck selbst schrieb ein ellenlanges Elaborat. Nicht über mich, sondern über Schirrmacher. Sollte ich nochmals an den Rohrspatz erinnern?
Letztendlich nehm ich mir als missverstandener und unfair behandelter Kommentator das Recht heraus, hier meine Meinung frei und offen zu verkünden, so wie Sickendieck sich das Recht herausnahm, über Schirrmacher zu schimpfen. Das ist sein, und auch mein gutes Recht, wie der Fixmbr-Schreiber gut erkannt hat. Allerdings zeigt er mit seiner Aussage: “Damit nehmen sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahr und führen sich selbst und ihr Geschrei «Zensur» ad absurdum. Realsatire pur”, dass er auch meinen Text nicht verstanden hat.
Fixmbr als Zensor
Ich wehre mich dagegen, eine populistische Überschrift für diesen Beitrag zu wählen. Zu gerne würde ich meinen Zynismus dort hinein verpacken. Aber das Thema ist mir zu wichtig, als dass ich es damit versauen wollen würde. Begonnen hat alles mit Frank Schirrmacher, einen der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ich selbst finde diese Zeitung zu konservativ. Aber das spielt hier keine Rolle. Ich will vielmehr beleuchten, wie das öffentliche Blog, http://www.fixmbr.de, so gar nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun hat (also doch nicht so öffentlich?), obwohl es genau in diesem Thema den eben genannten Herausgeber aufs Schärfste kritisiert. Doppelmoral? Eine Bestandsaufnahme.
Der Glauben - Das Ende einer Ära?
Ich habe immer schon gesagt, der Glaube des Menschen ist das Wichtigste für sein Leben. Er treibt ihn vorwärts, auch wenn der Weg noch so steil den Berg hinauf führt. Selbst die wildesten Flüsse, die dichtesten Dschungel und die eisigsten Stürme sind für den Menschen, wenn er denn will, kein unüberwindliches Hindernis mehr. Dabei ist es egal, ob man an sich selbst, an Gott, an die Natur oder in die Technik glaubt. Solange er da ist, und einem die Sicherheit gibt, wofür dies alles erreicht werden soll, können auch die schlimmsten Rückschläge gemeistert werden. Wie in guten, so in schlechten Zeiten - wie uns eine bekannte Wendung versichert.
Doch aber genau wegen dieser bedeutungsvollen Stellung in unserem Leben, ist der Glaube auch der größte Angriffspunkt. Der Magazin-Verkäufer an der Haustür, der Klingelton-Vertreiber im Internet oder auch der Finanzberater in der Bank, sie alle versuchen uns in dem Glauben zu lassen, dass das gerade abgeschlossene Geschäft genau das eine Geschäft unseres Lebens sei, obwohl eben besagte Vertreter genau wissen, welche Stolpersteine und Haken sich in den unterzeichneten Verträgen verbergen. Doch diese Beispiele sind meist nur kleine Fische, die sich in den dunklen Tiefen des Abgrundes tümmeln. Ein besonders dicker Brocken scheint die katholische Kirche zu sein.
Wem soll man eigentlich noch glauben?
Sportler, die alles machen würden, um zu siegen? Industriellen, die alles machen um noch mehr Geld zu verdienen? Oder doch Politiker, die alles machen um an der Macht zu bleiben?
Protektionismus vs. Dalai Lama
Der Präsident der USA Barack Obama besucht China. Dass die Amerikaner sich vor China fürchten, ist angesichts deren wirtschaftlicher Kraft nur logisch. Ob Obama genauso denkt, sei dahin gestellt. Doch auch China fürchtet sich und da ist es kein Wunder, dass Staats- und Parteichef Hu Jintao vor Protektionismus warnt. Denn den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt China einzig und allein dem Turbokapitalismus der westlichen Welt, und die westliche Welt verdankt ihre Wirtschaftskrise unter anderem auch dem Outsourcing nach China. Das ist eigentlich so traurig, dass ich mich darüber sprichwörtlich tot-lachen könnte.
Geschichtsverständnis vs. Geschichtsverklärung
Auf F!xmbr schrieb Chris gestern einen äußerst interessanten Beitrag über die Stasi-Akten. Darin geht es um den Vorschlag, die Stasi-Akten wieder zu schließen, um der Einheit des Volkes nicht im Weg zu stehen. Kommt dieser Vorstoß zur rechten Zeit?
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Kurz und Bündig - Teil VII
Nun, ich kann es doch nicht lassen. Da die Medien kein Problem haben, Missverständnisse herauf zu beschwören (als Beispiel dient hier die FAZ), es in der neuen Bundesregierung zwischen den Koalitionspartnern schon kriselt und ein Friedensnobelpreisträger mit Waffen absahnt, kann ich nicht einfach so still rumsitzen. Einen kleinen Nachschlag liefert Karstadt, welches ein schönes Beispiel für die Ungerechtigkeit des Raubtierkapitalismus liefert.
Bud Spencer – Eine Ikone
Niemand anders als Bud Spencer verkörperte in seinen Hau-Drauf Filmen mit Terence Hill einen Helden, der keiner sein wollte. Nicht nur deswegen war er das Vorbild für mich in meiner Jugend. Ein kleines Dankeschön an den Grummelbär, der in seinen Filmen zwar nicht viel von Recht und Gesetz hielt, aber doch immer Anstand und Moral bewies. Happy Birthday!
Kaputt ist diese Welt
Eigentlich wollte ich hier nie ein Video veröffentlichen. Aber wie es im Leben so ist, sag niemals nie. Und weil das Lied für sich spricht, und weitere Worte überflüssig sind, schweige ich jetzt und lasse euch entscheiden.
Two-Faced
Die Nachrichten von gewaltsamen Niederschlagungen protestierender Menschen in der Welt reißen nicht ab. Erst Tibet, dann Iran und nun Xinjiang. Und dazwischen liegen noch viele andere Beispiele, in denen nach Eigenständigkeit und Demokratie verlangt wird. Doch überall werden diese "Feinde des Staates" brutal niedergeschossen. Doch nicht in jedem Fall regt sich unter den mächtigsten Politikern "moderner Demokratien" der Welt der gleiche Widerstand. Denn China ist eine Wirtschaftsmacht, wo die großen Unternehmen noch billiger herstellen können und wo noch mehr Profit rausgeschlagen werden kann. Und, ach ja, China hat Atomwaffen.
Ein Schelm wer dabei böses denkt, wenn Iran nun auch versucht, an solch ein Arsenal zu kommen. Sie wollen das gleiche Recht wie alle anderen. Aber die USA und Russland wollen ja jetzt abrüsten. Alte Waffen entsorgen ohne neue zu bauen. Wenn das nicht sowieso eine logische Konsequenz der Weltwirtschaftskrise ist. Aber so wird Abrüsten definiert, heutzutage.
Lasst mich dazu nur einen deutschen Liedermachen zitieren.
"Oh kaputt ist diese Welt" (c) Funny van Dannen

