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    <title>Die Rote Couch - Ein parteiloses Blog - Kultur</title>
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    <pubDate>Mon, 09 Nov 2009 00:05:01 GMT</pubDate>

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    <title>Geschichtsverständnis vs. Geschichtsverklärung</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Auf F!xmbr &lt;a href=&quot;http://www.fixmbr.de/schliesst-endlich-die-stasi-akten/&quot;&gt;schrieb Chris gestern einen &amp;#228;u&amp;#223;erst interessanten Beitrag &amp;#252;ber die Stasi-Akten&lt;/a&gt;. Darin geht es um den Vorschlag, die Stasi-Akten wieder zu schlie&amp;#223;en, um der Einheit des Volkes nicht im Weg zu stehen. Kommt dieser Vorsto&amp;#223; zur rechten Zeit?&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die zunehmende Priorit&amp;#228;t von Naturwissenschaften schafft in unserer Gesellschaft ein falsches Verst&amp;#228;ndnis von den Geisteswissenschaften. Gern bel&amp;#228;chelt, stehen sie bei der Vergabe von Mitteln schlechter da als deren Br&amp;#252;der, die nicht die menschliche Natur, sondern die Au&amp;#223;enwelt untersucht. Dies liegt darin, dass in unserer Weltanschauung der Wert auf den Profit, statt auf Fortschritt gelegt wird - viel Profit wird man bei den Geisteswissenschaften nicht finden. Das ist tragisch, denn so verliert der Mensch die Perspektive auf sich selbst.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Nun steht der Vorschlag im Raum, die Stasi-Akten 20 Jahre nach dem Fall der Mauer zu schlie&amp;#223;en. Die Gr&amp;#252;nde daf&amp;#252;r scheinen berechtigt. So schreibt Chris, dass die M&amp;#246;glichkeit zur Einsicht in diese geschichtstr&amp;#228;chtigen Unterlagen die Menschen in Ost und West weiter auseinander gedr&amp;#228;ngt hat, statt sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zusammen zu f&amp;#252;hren. Fast jeder auch noch so unwichtige Dorf-Gaukler hatte eine IM-Vergangenheit. Das sch&amp;#252;rte das Misstrauen untereinander und das Bild im Westen &amp;#252;ber den Osten wird vor allem dadurch gepr&amp;#228;gt. Chris schreibt:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das Bild des Westens &amp;#252;ber den Osten wird auch heute noch durch die Stasi, Hockecker und Mielke gezeichnet, nicht aber durch die Menschen selbst.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Damit m&amp;#252;sse nun endlich Schluss sein. Das deutsche Volk muss wieder zusammenwachsen und daf&amp;#252;r gilt es das Misstrauen und den dadurch entstandenen Hass zu verschlie&amp;#223;en. Es mag, so Chris, gro&amp;#223;es Unrecht in der DDR gegeben haben, doch kann dieses durch die Verfolgung der Schuldigen nicht mehr r&amp;#252;ckg&amp;#228;ngig gemacht werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Es wird Heribert Prantl zitiert, der die Stasi-Akten mit Pandoras Box verglich (&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/360/493705/text/&quot;&gt;Zu dessen Artikel geht es hier lang&lt;/a&gt;). &lt;em&gt;Fluch &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Segen&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Erkenntnis &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; Misstrauen, Entlarvung &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; Entsolidarisierung&lt;/em&gt; sind hier die Schlagworte, die &amp;#252;ber die Menschen im Osten, aber auch der BRD herein gefallen sind. Der Aufkl&amp;#228;rung, so das Fazit, sei nun gen&amp;#252;ge getan. Damit das Negative aus dieser Box nicht weiter den Einheitsprozess behindert, soll sie nun f&amp;#252;r immer geschlossen werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Doch das w&amp;#228;re der schnelle, einfache Weg, das Zusammenwachsen zu befruchten. Allerdings auch der Falsche. Denn wenn keine l&amp;#252;ckenlose Aufkl&amp;#228;rung stattfinden kann, wird eine dunkle Stelle im Geschichtsverst&amp;#228;ndnis der Deutschen bleiben. Sie wird da sein, um jederzeit aufzubrechen, auch wenn wir es nicht wollen. Und dann wird das Geschichtsverst&amp;#228;ndnis zur Geschichtsverkl&amp;#228;rung.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der jetzt schmerzvollere und l&amp;#228;ngere Weg, und somit auch der schwierigere f&amp;#252;hrt nur &amp;#252;ber eben jene l&amp;#252;ckenlose Aufkl&amp;#228;rung. Die Deutschen brauchen Kraft, Vertrauen und Mut, in eine Gesellschaft zu investieren, die von allen Seiten bedroht ist. Wie von den Stasi-Akten. Aber die Bedrohung verschwindet nicht, wenn wir den Blick von ihr abwenden, im Gegenteil, sie wird dadurch noch gef&amp;#228;hrlicher. Sie muss beseitigt werden, auch wenn dazu eben viel Kraft, Mut und Vertrauen geh&amp;#246;rt.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der &lt;em&gt;Fluch, das Misstrauen &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; die Entsolidarisierung&lt;/em&gt; aus der B&amp;#252;chse der Pandora m&amp;#252;ssen bek&amp;#228;mpft werden. Dazu brauch es aber andere Voraussetzungen. Ein Gesellschaftssystem, welches Neid, Hass, und Kampf glorifiziert wird dem Volk niemals das geben k&amp;#246;nnen, was es brauch - eine Basis um Vertrauen aufzubauen. Und da n&amp;#252;tzt es auch nichts, die Stasi-Akten zu verschlie&amp;#223;en.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Und genau deswegen ist es wichtig, den Blick in die Vergangenheit nicht zu verlieren. Wir sehen Fehler, die es gilt zu analysieren und korrigieren, f&amp;#252;r unseren Fortbestand. Denn das Leben ist ein Prozess, der nicht nur aus dem Hier und Jetzt besteht, sondern gleicherma&amp;#223;en aus unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;So wie die Grausamkeiten des Dritten Reiches einen grauen Schleier &amp;#252;ber uns entfaltet haben, brachte die DDR und der gesamte Ostblock ein rotes Schreckengespenst &amp;#252;ber uns. Beide Altlasten behindern uns, mit unserer Vergangenheit ins Reine zu kommen. Sie erinnern uns zwar stets an die Untaten und Verbrechen, die in und durch unser Volk passiert sind. Und das ist auch gut so. Allerdings verzerren sie auch den Blick auf Dinge, die Abseits des &amp;#220;bels vorhanden waren. Und Menschen, die nicht nur Schwarz und Wei&amp;#223; sehen, sondern tiefer blicken wollen, werden im Namen einer vorgehaltenen Menschlichkeit beschimpft und diffamiert, die nur eigene Interessen sch&amp;#252;tzen soll. Es braucht eine neue Aufkl&amp;#228;rung in unserer Gesellschaft und das Vertrauen, dass wir zusammen arbeiten m&amp;#252;ssen und sollen, und nicht gegeneinander. Erst wenn das dem Letzten klar ist, k&amp;#246;nnen wir anfangen, eine Gemeinschaft zu entwickeln, die aus der Vergangenheit lernt, um in der Gegenwart richtig zu handeln, damit der Zukunft eine solide Basis aus Vertrauen und Gemeinschaftsgef&amp;#252;hl aufgebaut wird.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Nov 2009 23:52:09 +0100</pubDate>
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    <category>Akte</category>
<category>Chris</category>
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<category>Staatssicherheit</category>
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<category>Stasi-Akten</category>
<category>Vergangenheit</category>
<category>Wiedervereinigung</category>

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    <title>Bud Spencer – Eine Ikone</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
            <category>In eigener Sache</category>
            <category>Kultur</category>
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            <category>So Nebenbei</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Niemand anders als Bud Spencer verkörperte in seinen Hau-Drauf Filmen mit Terence Hill einen Helden, der keiner sein wollte. Nicht nur deswegen war er das Vorbild für mich in meiner Jugend. Ein kleines Dankeschön an den Grummelbär, der in seinen Filmen zwar nicht viel von Recht und Gesetz hielt, aber doch immer Anstand und Moral bewies. Happy Birthday!&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ja, ich weiß, dass Bud Spencer nicht Bud Spencer heißt. Das soll mich in diesem Beitrag aber nicht weiter stören, und es ist auch nicht wirklich wichtig. Denn zum einen kann jeder, der seinen gebürtigen Namen wissen will, im Internet schnell fündig werden. Zudem kenne ich diese andere Seite des Schauspielers nicht so gut, auch wenn diese Seite einen sehr interessanten und spannenden Einblick in eine Person gewährt, die man wahrhaftig als Multitalent bezeichnen kann. Weltmeister und Olympiateilnehmer spiegeln dabei nur einen geringen Teil wieder.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Doch was machte ihn zu dem Held meiner Jugend?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Eigentlich stand Buddy meist auf der falschen Seite des Gesetzes. Vor allem in den Italo-Spaghetti-Western. Er mimte stets einen Pferdedieb, die zu damaliger Zeit in der neuen Welt hart bestraft wurden, da das Pferd als der wichtigste Besitz galt. So wie heute das Auto das liebste Kind des Deutschen/Amerikaner ist, galt dasselbe im Wilden Westen für das edle Arbeitstier.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Obwohl er diesen “falschen” Weg einschlug, repräsentierte er in jedem Film den Unterschied zwischen Recht/Gesetz und Anstand/Moral. Denn, auch wenn Terence Hill ihn meist dafür anstoßen musste, schlug Bud Spencer sich stets auf die Seite der Armen und Schwachen. Dabei symbolisierten sie schon das Prinzip der Religionsfreiheit.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Jeder wird sich an die Mormonen erinnern, die mit ihrer Viehherde die saftigen Wiesen “zerstörten”, wo die Pferde des Majors grasen sollten. Oder an das kleine Baby, welches furzenderweise mit Blähungen zu kämpfen hatte. Der verletzte Bergwerk-Junge, den Bud Spencer mit einem Flug durch Nacht, Nebel und Sturm rettete, darf auch nicht fehlen. Damit stand Bud Spencer neben dem Schelm Terence Hill für schnelle, trockene, standfeste, aber auch oft schmerzliche Hilfe.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Denn die Prügeleinlagen mit ihrer übertriebenen Soundkulisse waren das Tüpfelchen auf dem i, oder das Sahnehäubchen auf der Torte. Dabei suchte er nie diese gewalttätige Auseinandersetzung, sondern verteidigte sich stets. Der Hauch von “wir können das Problem friedlich klären, aber wenn ihr euch Prügeln wollt, dann spuck ich nur kurz in meine Hände und zeig euch, wo mein Hammer hängt” schwang stets in seinen Faustschlägen mit. Es gibt kaum, wenn überhaupt eine Prügelei, die in aggressiver Form von Bud Spencer und Terence Hill ausgingen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Diese hochwertige Moral und der Anstand (natürlich von beiden) fehlt zunehmend in unserer Gesellschaft. Nicht nur deswegen stieg er für mich zu dem Helden meiner Jugend auf, aber auch gerade deswegen. Trotz der rechtlosen Seite, auf die Buddy sich in den Western schlug, symbolisierten beide eigentlich eine simple Moralphilosophie mit wenigen Regeln oder Richtlinien, die in der Gesellschaft angewandt, ein harmonisches Miteinander garantieren würden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In seiner knurrigen Art und Weise war er doch unter dieser Schale immer ein liebenswerter und sanftmütiger Mensch. Dies zeigte er vor allem in den Plattfuß-Filmen und als Sheriff, der dem kleinen außerirdischen Jungen ein neues Zuhause bot. Und um es ganz platt, aber doch richtig auszudrücken, die Guten bekamen immer seine sanftmütige Art zu sehen, die Bösen seine harte Schale zu spüren, nebst rotierenden Dampfhammer. Dafür werde ich dich nie vergessen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vielen Dank und Happy Birthday, Carlo Pedersoli.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 Nov 2009 08:55:00 +0100</pubDate>
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    <category>Bud</category>
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    <title>Die Gefahr im Internet</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Es gibt viele Gefahren, die im Internet lauern. B&amp;#246;se Viren, Trojaner oder andere Schadsoftware kann sich der unbek&amp;#252;mmerte oder unvorsichtige User einfangen, um sich dann mit Datenklau oder Fehlverhalten seines Systems herumzuschlagen. Doch nicht nur die b&amp;#246;sartigen Programme bedrohen das Internet, auch eine Eigenheit des menschlichen Verhaltens. Ein sch&amp;#246;nes Beispiel daf&amp;#252;r hat eine &amp;quot;bissige&amp;quot; Journalistin/Schriftstellerin, ein etwas unbek&amp;#252;mmerter Blogger und die Netzgemeinde geliefert. Doch worum geht es?&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Philipp hat auf dem nicht-kommerziellen Gemeinschaftsblog &lt;a href=&quot;http://www.nomnomnom.de/&quot;&gt;nom nom nom&lt;/a&gt; einen &lt;a href=&quot;http://www.nomnomnom.de/2008/05/20/obama-of-nine&quot;&gt;Artikel geschrieben&lt;/a&gt;. Dieser Artikel soll den Leser auf &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2008/21/new-york-kolumne?page=all&quot;&gt;eine Kolumne&lt;/a&gt; hinweisen, die von &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/newyorkblog/bio/&quot;&gt;Eva C. Schweitzer&lt;/a&gt; geschrieben wurde. Der Artikel von Philipp besteht dabei aus vier selbst geschrieben Zeilen und einem dann doch recht umfangreichen Zitat aus eben genannter Kolumne.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/#top&quot;&gt;Schweitzer kam in Folge von Ideenklau&lt;/a&gt; in der Vergangenheit auf die Idee, im Netz recherchieren zu lassen, wer alles ihre Artikel f&amp;#252;r lau nutzt und Online stellt. Dabei ist in der von ihr so genannten Schleppnetzfahndung eben jener Artikel von Philipp h&amp;#228;ngen geblieben, und der Anwalt, den die Autorin beauftragt hatte, schickte nun dem verdutzten Blogger eine Abmahnung. Die Netzgemeinde nahm sich diesem Ereignis an und es wurde auf verschiedenen Seiten kontrovers diskutiert. Die wohl bekanntesten sind &lt;a href=&quot;http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/#more-24067&quot;&gt;Spreeblick&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2009/geschaeftsmodell-fuer-journalisten-blogger-abmahnen/#comment-351601&quot;&gt;Netzpolitik.org&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Fazit der ganzen Geschichte ist, dass Schweitzer die Abmahnung fallen gelassen hat, weil ihr ...&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;eigentliches Ziel [...] Verlage und kommerzielle Reiseportale [sind], die sich mit New York-Geschichten schm&amp;#252;cken, damit Leute auf ihrer Seite einen Flug nach JFK buchen.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;So weit so gut.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In diesem Artikel geht es mir allerdings nicht um die Naivit&amp;#228;t von Philipp, der sich mit seinem Blogeintrag arg weit aus dem Fenster gelehnt hat, auch nicht um den &amp;#252;bertriebenen Feminismus von Frau Schweitzer, die mit ihrer &amp;quot;Bissigkeit&amp;quot; mehr &amp;#214;l ins Feuer gie&amp;#223;t, als den Sand, den sie in ihrer &amp;quot;Erkl&amp;#228;rung&amp;quot; eigentlich herauf beschw&amp;#246;ren wollte.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vielmehr geht es mir um die Art und Weise, in der alle beteiligten Personen, angefangen von Philipp, &amp;#252;ber die Autoren der oben erw&amp;#228;hnten Beitr&amp;#228;ge und vielen (nicht allen) Netznutzer, die ihren Kommentar auf den Seiten hinterlassen haben. (Ausgelassen wird hier explizit der Anwalt von Schweitzer, der dem schlechten Ruf seiner Zunft meines Erachtens alle Ehre erweist. Dazu aber vielleicht in einem sp&amp;#228;teren Beitrag.)&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Einige Beitr&amp;#228;ge zeugen von einer Aggressivit&amp;#228;t einer anderen Person gegen&amp;#252;ber, die erschreckend ist. Damit scheint es nicht verwunderlich, dass die Autoren von Spreeblick und netzpolitik.org explizit darauf hinweisen, dass Kommentatoren Beleidigungen oder Hassmails bitte unterlassen sollen. Wieso dieser besondere Hinweis?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wenn man sich auf verschiedenen Blogs und Chats umschaut, scheint solch eine Bitte gar nicht mal so abwegig. Es wird beleidigt, beschimpft und sogar ganze Hasstiraden losgelassen, obwohl sich die beteiligten Diskussionspartner nicht einmal kennen. Eigentlich sind diese &amp;quot;Gespr&amp;#228;che&amp;quot; ebenso Gedankenaustausch wie eine gesprochene Unterhaltung. Dennoch scheinen viele, besonders im Netz, die Gef&amp;#252;hle dabei nicht unter Kontrolle zu haben.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Zwei Gr&amp;#252;nde sind daf&amp;#252;r ausschlaggebend. Zum einen l&amp;#228;sst die Anonymit&amp;#228;t des Netzes das Gesicht des Gegen&amp;#252;ber verschwimmen. Der Interaktionspartner wird sich vielleicht noch als Mensch vorgestellt, er verliert aber sein Gesicht, und damit auch seine Pers&amp;#246;nlichkeit inklusive aller Gef&amp;#252;hle. Dadurch f&amp;#228;llt es leichter Aggressionen freien Lauf zu lassen, die man in einem Gesicht-zu-Gesicht Gespr&amp;#228;ch nie zeigen w&amp;#252;rde. Es fehlt die &amp;quot;Menschlichkeit&amp;quot; hinter dem Namen und Synonymen wie Captain, Ei100, Philipp oder Eva C. Schweitzer. Demzufolge ist es auch schwieriger, ein Gef&amp;#252;hl zu entwickeln, wenn man sich im Ton etwas vergriffen hat.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der zweite, auch sehr wichtige Grund ist, dass weil die &amp;quot;Menschlichkeit&amp;quot; hinter den (Spitz-)Namen fehlt, gehen damit auch wichtige Komponente im Gespr&amp;#228;ch verloren: der Ton und die Mimik. Deswegen ist das Sprichwort, &amp;quot;Der Ton macht die Musik&amp;quot; auch nicht unbegr&amp;#252;ndet und so verbreitet. Feine Nuancen in der Tonlage und dem Gesichtsausdruck geh&amp;#246;ren zu einer Unterhaltung dazu, wie die Butter auf einem Butterbrot. Das kann aber das Netz nie leisten. Deswegen ist es manchmal auch nicht einfach, Feinheiten in einem Text so zu verstehen, wie der Autor es gewollt hat. (Mal ganz davon abgesehen ist es auch oft schwierig, einen Gespr&amp;#228;chspartner, der einem gegen&amp;#252;ber sitzt, so zu verstehen, wie er es meint.)&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Zu der &amp;#246;rtlichen Begrenzung kommt aber zus&amp;#228;tzlich noch eine zeitliche Begrenzung hinzu. Da nicht jeder zur gleichen Zeit online ist, sind Miss- und Unverst&amp;#228;ndnisse so schwerer zu hinterfragen. Selbst ein Gespr&amp;#228;ch im Chat hat &amp;#228;hnliche Schwierigkeiten, auch wenn beide Partner miteinander &amp;quot;live&amp;quot; sprechen. Doch schon alleine der Fakt, dass einer der beiden schneller und mehr schreibt als der andere, kann zu bizarren Unterhaltungen f&amp;#252;hren.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Was bedeutet das f&amp;#252;r den angesprochenen Fall? Die Abmahnung durch einen Anwalt klang sehr bedrohlich. Die aufgebrachte Netzgemeinde mit ihren voreiligen Anschuldigungen auch. Die &amp;quot;Bissigkeit&amp;quot; der Autorin auf diesen Angriff auf ihre Person hat ebenso dazu beigetragen, dass die Atmosph&amp;#228;re um diesen Fall herum sich so aufgeladen hat. Jeder f&amp;#252;hlt sich im Recht, welches er auch mit &amp;#220;berdeutlichkeit vertreten hat.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Allerdings scheint diese Aggressivit&amp;#228;t kaum zu verwundern. Vorbilder, oder besser gesagt Menschen, die in Politik und Gesellschaft mit gutem Vorbild voran gehen sollten, schaffen es wegen ihres angekratzen Egos nicht, sich vern&amp;#252;nftig zu unterhalten und werfen mit Beleidigungen nur um sich. Bestes Beispiel daf&amp;#252;r ist die langwierige Auseinandersetzung vor und nach dem Bruch der gro&amp;#223;en Koalition in Schleswig-Holstein, wo SPD-Chef Ralf Stegner und sein CDU-Pendant Peter Harry Cartstensen sich einen unw&amp;#252;rdigen Kleinkrieg erlaubten. (Da fragt man sich, wie solche Menschen eigentlich noch einen hohen politischen Posten einnehmen k&amp;#246;nnen.)&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Dennoch liegt die letztendliche Entscheidung f&amp;#252;r einen Beitrag zur Netzgemeinde beim Nutzer. Doch gibt es viel zu viele, die sich einfach nur zu wenig Gedanken &amp;#252;ber ihre Art und Weise machen, wie sie das Internet gebrauchen. Ein bisschen freundlicher, ein bisschen klarer, und der Fall Philipp vs. Schweitzer, Blogger vs. Journalisten kann viel entspannter aufgekl&amp;#228;rt werden, als es hier der Fall war.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 13:46:06 +0100</pubDate>
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    <title>Die Katze lässt das Mausen nicht</title>
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            <category>Bundestagswahl 2009</category>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wissen Sie woran ich erkenne, dass bald schon wieder Karneval vor der T&amp;#252;r steht? Richtig. Die gr&amp;#246;&amp;#223;te &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1501119.html&quot;&gt;Spa&amp;#223;partei Deutschlands stellt Ausz&amp;#252;ge ihres neuen Festprogramms vor&lt;/a&gt;! So fehlten am Ende nur noch die Fanfaren auf dem Sonderparteitag der FPD. Und wie immer geb&amp;#252;hrte Chef-Clown Guido Westerwelle die Ehre, die ersten Zeilen vorzutragen. &amp;quot;Wer nun von unsozialer Politik spreche, dem sei in seiner &amp;#171;Hirnverbranntheit&amp;#187; nicht zu helfen, sagte er unter dem Jubel der Delegierten.&amp;quot;&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das neue Programm der liberalen Spa&amp;#223;partei strotzt nur so von Schenkelklopfern. So begann Westerwelle mit den markant scharfen Worten &amp;quot;Jetzt geht die Arbeit f&amp;#252;r unser Land erst richtig los.&amp;quot; &lt;a href=&quot;http://www.rote-couch.com/archives/132-FDP-eine-soziale-Partei-auf-UEberholspur.html&quot;&gt;Denn nun d&amp;#252;rfen Hartz-IV-Empf&amp;#228;nger f&amp;#252;r immer weniger Geld arbeiten&lt;/a&gt;. Die Leiharbeiter sind halt nicht mehr billig genug, um den Aufschwung zu finanzieren.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Und wenn das nicht reicht, sollen 24 Milliarden Steuererleichterungen dazu beitragen. Wie, Steuersenkungen bei tief-roten Kassen? Diese Narretei kann nat&amp;#252;rlich nur von der FDP kommen. Denn diese &amp;quot;soziale Ma&amp;#223;nahme&amp;quot; hilft vor allem den Kleinen, die sowieso kaum noch Steuern zahlen und am Ende mit witzigen 100 Euro mehr im Jahr dastehen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Aber noch sind wir nicht am Ende der Spa&amp;#223;tirade. Wem die 100 Euro nicht reichen, f&amp;#252;r den gibt es einen anderen Weg. Produziert neue &lt;strike&gt;Sklaven&lt;/strike&gt; Kinder am laufenden Band! Es fehlt &lt;strike&gt;dem modernen Sklavenmarkt&lt;/strike&gt; der Gesellschaft an Nachwuchs. Also wieso nicht die Produktion subventionieren? Genau, mit einer Erh&amp;#246;hung des Kindergeldes.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;(An dieser Stelle begehe ich nicht den Fehler, solch eine Ma&amp;#223;nahme als Konjunkturprogramm f&amp;#252;r die Tabak- und Alkoholindustrie zu bezeichnen. Dieser Gag wurde schon von der CDU patentiert.)&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Zum kr&amp;#246;nenden H&amp;#246;hepunkt kommt die Ulknudel Westerwelle zum Schluss:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wir haben ein Herz f&amp;#252;r die kleinen Leute. [...] [Die FDP sei mit ihrer Mittelstandspolitik] die viel bessere Arbeitnehmerpartei als die komplette Opposition zusammen.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Kombiniert mit dem Spruch aus ihrem Wahlprogramm ...&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In Verbindung mit unserem Steuerkonzept wird sichergestellt, dass sich die Afnahme einer Arbeit immer lohnt &amp;#8211; auch bei Aufnahme einer gering bezahlten T&amp;#228;tigkeit.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;... kann ich schon sagen, dass das Programm der Spa&amp;#223;partei in dieser Saison das wohl beste seit dem Bestehen der FDP ist. Damit schlage ich den Vorsitzenden dieser lustigen Truppe f&amp;#252;r die Auszeichnung &amp;quot;Die lustigste Locke Deutschlands&amp;quot; vor! Falsch, der Titel des Preises muss lauten &amp;quot;Die sozialste Locke Deutschlands&amp;quot;!&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Es w&amp;#228;re ja &amp;quot;Hirnverbrannt&amp;quot; Westerwelle irgendwann mal ernst zu nehmen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:37:39 +0100</pubDate>
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    <title>Fall Polanski - ein schamloser Offenbahrungseid der &quot;Kultur&quot;</title>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Sollte es einem Menschen, oder einer Menschengruppe erlaubt sein, &amp;#252;ber dem Gesetz zu stehen? Die Frage ansich klingt schon grotesk. Unser Rechts- und Unrechtsempfinden basiert auf die Gleichstellung der Menschen. Das zumindest wird uns von Politikern und Menschenrechtlern stetig suggeriert. Doch so einfach scheint es nicht zu sein, denn das Echo auf die Verhaftung von Roman Polanski zeugt vom Gegenteil.&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,651781,00.html&quot;&gt;Roman Polanski, bedeutender Regisseur wurde nun in der Schweiz verhaftet&lt;/a&gt;, da die USA einen weltweiten Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. 1978 soll er eine damals 13-J&amp;#228;hrige sexuell missbraucht haben. In Folge der Untersuchungen gestand Polanski sp&amp;#228;ter die Straftat, doch weil das Verfahren nicht so zu laufen drohte, wie es sich der identifizierte T&amp;#228;ter gedacht hatte, floh er nach Frankreich, da dieses Land keinen Auslieferungsvertrag mit den USA unterzeichnet hatte. Nun wurde ihm eine Reise zu dem Z&amp;#252;richer Filmfestival zum Verh&amp;#228;ngnis.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Kaum dass der K&amp;#252;nstler verhaftet wurde, regte sich Emp&amp;#246;rung &amp;#252;ber den Vorgang, was absolut unverst&amp;#228;ndlich ist. Der Schweiz wurde gar vorgeworfen, ein kulturfreies Land zu sein, was sich in der Definition des Begriffs Kultur bereits widerspricht. Von vielen Seiten wird die Freilassung Polanskis gefordert, unter anderem vom schweizerischen Regisseuren-Verband und dem polnischen Au&amp;#223;enminister Radek Sikorski.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Welcher Grund sollte vorliegen, dass ein Mensch, der eine so tiefgreifende Straftat begangen hat, nicht auch daf&amp;#252;r bestraft werden sollte? Steht Polanski &amp;#252;ber dem Gesetz? Darf er kleine Kinder missbrauchen, ohne daf&amp;#252;r bestraft zu werden? Wer eine der beiden Fragen mit &amp;quot;Ja&amp;quot; beantworten sollte, der m&amp;#252;sste sich einmal fragen, auf welchen Grundlagen wir dann unser modernes Gesellschaftssystem aufbauen sollen, wenn gewissen Personen dar&amp;#252;ber stehen d&amp;#252;rfen. Ist das Gerechtigkeit?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das Opfer hat ihm l&amp;#228;ngst verziehen. Auch sie ist daf&amp;#252;r, den Fall ad acta zu legen. Allerdings geht das nicht so einfach. Einmal ganz abgesehen davon, welche Botschaft damit der Gesellschaft vermittelt wird, muss eine Straftat ges&amp;#252;hnt werden. Polanski hat sich selbst schuldig bekannt, und scheinbar steht dessen Schuld auch au&amp;#223;er Frage. Dennoch und gerade weil er schuldig ist, hat er aber gef&amp;#228;lligst die Strafe anzutreten. Seine Flucht sollte ihm in seinem Prozess zus&amp;#228;tzlich zur Last gelegt werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Auch wenn er eine nicht wegzudenkende Ikone unserer Kultur sei, bedeutet das nicht, dass er &amp;#252;ber dem Gesetz steht. Und all jene, die dessen Freilassung fordern, stellen nicht nur den T&amp;#228;ter, sondern auch sich selbst &amp;#252;ber das Gesetz. Gleichheit ist eine Grundvoraussetzung f&amp;#252;r ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft. Sollte diese Gleichheit angegriffen werden, gibt es keine legitime M&amp;#246;glichkeit mehr, Recht zu sprechen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:43:01 +0200</pubDate>
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    <category>Empörung</category>
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