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    <title>Die Rote Couch - Ein parteiloses Blog - Philosophie</title>
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    <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:31:03 GMT</pubDate>

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    <title>Wem soll man eigentlich noch glauben?</title>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sport1.de/de/ussport/ussport_mlb/artikel_192567.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sport1.de/de/ussport/ussport_mlb/artikel_192567.html&quot;&gt;Sportler&lt;/a&gt;, die alles machen w&amp;#252;rden, um zu siegen? &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/,tt2m1/bayern/472/500736/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/bayern/472/500736/text/&quot;&gt;Industriellen&lt;/a&gt;, die alles machen um noch mehr Geld zu verdienen? Oder doch &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.rp-online.de/politik/Kohl-soll-CDU-Vorsitzenden-zur-Aussage-gedraengt-haben_aid_244908.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.rp-online.de/politik/Kohl-soll-CDU-Vorsitzenden-zur-Aussage-gedraengt-haben_aid_244908.html&quot;&gt;Politiker&lt;/a&gt;, die alles machen um an der Macht zu bleiben?&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 10:31:03 +0100</pubDate>
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    <title>Protektionismus vs. Dalai Lama</title>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/321/494655/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/321/494655/text/&quot;&gt;Der Pr&amp;#228;sident der USA Barack Obama besucht China&lt;/a&gt;. Dass die Amerikaner sich vor China f&amp;#252;rchten, ist angesichts deren wirtschaftlicher Kraft nur logisch. Ob Obama genauso denkt, sei dahin gestellt. Doch auch China f&amp;#252;rchtet sich und da ist es kein Wunder, dass Staats- und Parteichef Hu Jintao vor Protektionismus warnt. Denn den wirtschaftlichen Aufschwung verdankt China einzig und allein dem Turbokapitalismus der westlichen Welt, und die westliche Welt verdankt ihre Wirtschaftskrise unter anderem auch dem Outsourcing nach China. Das ist eigentlich so traurig, dass ich mich dar&amp;#252;ber sprichw&amp;#246;rtlich tot-lachen k&amp;#246;nnte.&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Tue, 17 Nov 2009 08:45:08 +0100</pubDate>
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    <title>Geschichtsverständnis vs. Geschichtsverklärung</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
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            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Auf F!xmbr &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.fixmbr.de/schliesst-endlich-die-stasi-akten/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.fixmbr.de/schliesst-endlich-die-stasi-akten/&quot;&gt;schrieb Chris gestern einen &amp;#228;u&amp;#223;erst interessanten Beitrag &amp;#252;ber die Stasi-Akten&lt;/a&gt;. Darin geht es um den Vorschlag, die Stasi-Akten wieder zu schlie&amp;#223;en, um der Einheit des Volkes nicht im Weg zu stehen. Kommt dieser Vorsto&amp;#223; zur rechten Zeit?&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die zunehmende Priorit&amp;#228;t von Naturwissenschaften schafft in unserer Gesellschaft ein falsches Verst&amp;#228;ndnis von den Geisteswissenschaften. Gern bel&amp;#228;chelt, stehen sie bei der Vergabe von Mitteln schlechter da als deren Br&amp;#252;der, die nicht die menschliche Natur, sondern die Au&amp;#223;enwelt untersucht. Dies liegt darin, dass in unserer Weltanschauung der Wert auf den Profit, statt auf Fortschritt gelegt wird - viel Profit wird man bei den Geisteswissenschaften nicht finden. Das ist tragisch, denn so verliert der Mensch die Perspektive auf sich selbst.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Nun steht der Vorschlag im Raum, die Stasi-Akten 20 Jahre nach dem Fall der Mauer zu schlie&amp;#223;en. Die Gr&amp;#252;nde daf&amp;#252;r scheinen berechtigt. So schreibt Chris, dass die M&amp;#246;glichkeit zur Einsicht in diese geschichtstr&amp;#228;chtigen Unterlagen die Menschen in Ost und West weiter auseinander gedr&amp;#228;ngt hat, statt sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zusammen zu f&amp;#252;hren. Fast jeder auch noch so unwichtige Dorf-Gaukler hatte eine IM-Vergangenheit. Das sch&amp;#252;rte das Misstrauen untereinander und das Bild im Westen &amp;#252;ber den Osten wird vor allem dadurch gepr&amp;#228;gt. Chris schreibt:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das Bild des Westens &amp;#252;ber den Osten wird auch heute noch durch die Stasi, Hockecker und Mielke gezeichnet, nicht aber durch die Menschen selbst.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Damit m&amp;#252;sse nun endlich Schluss sein. Das deutsche Volk muss wieder zusammenwachsen und daf&amp;#252;r gilt es das Misstrauen und den dadurch entstandenen Hass zu verschlie&amp;#223;en. Es mag, so Chris, gro&amp;#223;es Unrecht in der DDR gegeben haben, doch kann dieses durch die Verfolgung der Schuldigen nicht mehr r&amp;#252;ckg&amp;#228;ngig gemacht werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Es wird Heribert Prantl zitiert, der die Stasi-Akten mit Pandoras Box verglich (&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/politik/360/493705/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/360/493705/text/&quot;&gt;Zu dessen Artikel geht es hier lang&lt;/a&gt;). &lt;em&gt;Fluch &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Segen&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Erkenntnis &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; Misstrauen, Entlarvung &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; Entsolidarisierung&lt;/em&gt; sind hier die Schlagworte, die &amp;#252;ber die Menschen im Osten, aber auch der BRD herein gefallen sind. Der Aufkl&amp;#228;rung, so das Fazit, sei nun gen&amp;#252;ge getan. Damit das Negative aus dieser Box nicht weiter den Einheitsprozess behindert, soll sie nun f&amp;#252;r immer geschlossen werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Doch das w&amp;#228;re der schnelle, einfache Weg, das Zusammenwachsen zu befruchten. Allerdings auch der Falsche. Denn wenn keine l&amp;#252;ckenlose Aufkl&amp;#228;rung stattfinden kann, wird eine dunkle Stelle im Geschichtsverst&amp;#228;ndnis der Deutschen bleiben. Sie wird da sein, um jederzeit aufzubrechen, auch wenn wir es nicht wollen. Und dann wird das Geschichtsverst&amp;#228;ndnis zur Geschichtsverkl&amp;#228;rung.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der jetzt schmerzvollere und l&amp;#228;ngere Weg, und somit auch der schwierigere f&amp;#252;hrt nur &amp;#252;ber eben jene l&amp;#252;ckenlose Aufkl&amp;#228;rung. Die Deutschen brauchen Kraft, Vertrauen und Mut, in eine Gesellschaft zu investieren, die von allen Seiten bedroht ist. Wie von den Stasi-Akten. Aber die Bedrohung verschwindet nicht, wenn wir den Blick von ihr abwenden, im Gegenteil, sie wird dadurch noch gef&amp;#228;hrlicher. Sie muss beseitigt werden, auch wenn dazu eben viel Kraft, Mut und Vertrauen geh&amp;#246;rt.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der &lt;em&gt;Fluch, das Misstrauen &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; die Entsolidarisierung&lt;/em&gt; aus der B&amp;#252;chse der Pandora m&amp;#252;ssen bek&amp;#228;mpft werden. Dazu brauch es aber andere Voraussetzungen. Ein Gesellschaftssystem, welches Neid, Hass, und Kampf glorifiziert wird dem Volk niemals das geben k&amp;#246;nnen, was es brauch - eine Basis um Vertrauen aufzubauen. Und da n&amp;#252;tzt es auch nichts, die Stasi-Akten zu verschlie&amp;#223;en.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Und genau deswegen ist es wichtig, den Blick in die Vergangenheit nicht zu verlieren. Wir sehen Fehler, die es gilt zu analysieren und korrigieren, f&amp;#252;r unseren Fortbestand. Denn das Leben ist ein Prozess, der nicht nur aus dem Hier und Jetzt besteht, sondern gleicherma&amp;#223;en aus unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;So wie die Grausamkeiten des Dritten Reiches einen grauen Schleier &amp;#252;ber uns entfaltet haben, brachte die DDR und der gesamte Ostblock ein rotes Schreckengespenst &amp;#252;ber uns. Beide Altlasten behindern uns, mit unserer Vergangenheit ins Reine zu kommen. Sie erinnern uns zwar stets an die Untaten und Verbrechen, die in und durch unser Volk passiert sind. Und das ist auch gut so. Allerdings verzerren sie auch den Blick auf Dinge, die Abseits des &amp;#220;bels vorhanden waren. Und Menschen, die nicht nur Schwarz und Wei&amp;#223; sehen, sondern tiefer blicken wollen, werden im Namen einer vorgehaltenen Menschlichkeit beschimpft und diffamiert, die nur eigene Interessen sch&amp;#252;tzen soll. Es braucht eine neue Aufkl&amp;#228;rung in unserer Gesellschaft und das Vertrauen, dass wir zusammen arbeiten m&amp;#252;ssen und sollen, und nicht gegeneinander. Erst wenn das dem Letzten klar ist, k&amp;#246;nnen wir anfangen, eine Gemeinschaft zu entwickeln, die aus der Vergangenheit lernt, um in der Gegenwart richtig zu handeln, damit der Zukunft eine solide Basis aus Vertrauen und Gemeinschaftsgef&amp;#252;hl aufgebaut wird.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Nov 2009 23:52:09 +0100</pubDate>
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    <title>Kurz und Bündig - Teil VII</title>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Nun, ich kann es doch nicht lassen. Da die Medien kein Problem haben, Missverst&amp;#228;ndnisse herauf zu beschw&amp;#246;ren (als Beispiel dient hier die FAZ), es in der neuen Bundesregierung zwischen den Koalitionspartnern schon kriselt und ein Friedensnobelpreistr&amp;#228;ger mit Waffen absahnt, kann ich nicht einfach so still rumsitzen. Einen kleinen Nachschlag liefert Karstadt, welches ein sch&amp;#246;nes Beispiel f&amp;#252;r die Ungerechtigkeit des Raubtierkapitalismus liefert.&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Fast jeder, der sich ein wenig f&amp;#252;r Fu&amp;#223;ball interessiert wei&amp;#223; um die Tragweite &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/sport/367/493712/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/sport/367/493712/text/&quot;&gt;des Interviews um Philipp Lahm&lt;/a&gt; vom FC Bayern M&amp;#252;nchen. Die bei der S&amp;#252;ddeutschen Zeitung erschienenen Aussagen gibt der Medienlandschaft Grund, sie umzuinterpretieren. Was die Bild dazu schreibt, ist mir ehrlich gesagt egal. Eigentlich sch&amp;#228;mt sich ja eh jeder tote Fisch, in solch einem Schmutz-Papier eingewickelt zu werden. Allerdings kann man deren Wortwahl erahnen, wenn man &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~EF52E1FC75FFF46B2BB441ECF71D61E5E~ATpl~Ecommon~Scontent.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~EF52E1FC75FFF46B2BB441ECF71D61E5E~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;eine Interpretation von Christian Eichler auf dem Online-Nachrichten-Portal der FAZ liest&lt;/a&gt;. Sein Wortlaut:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;heftigen Vorw&amp;#252;rfen des Kollegen Philipp Lahm - Der Verteidiger war zur Attacke &amp;#252;bergegangen - Klubf&amp;#252;hrung und Mitspieler angegriffen&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wenn man diesem &amp;quot;Journalisten&amp;quot; (mit eigentlich gehobenen Anspruch) Glauben schenken mag, dann k&amp;#246;nnte man glatt meinen, Lahm lasse seinen Frust gegen&amp;#252;ber seinem Arbeitgeber auf aggressivster Art und Weise Luft. Wer sich aber die Zeit nimmt, einmal das urspr&amp;#252;ngliche Interview durchzulesen wird feststellen, dass Lahm lediglich (berechtigte) Kritik &amp;#252;bt (Ob Lahm das so in der &amp;#214;ffentlichkeit h&amp;#228;tte tun sollen, steht auf einem anderen Stern). Doch &lt;strong&gt;Christian Eichler&lt;/strong&gt; polemisiert diese Kritik zur Schlacht am Little Big Horn um. Ganz ehrlich, guter Journalismus sieht ganz anders aus.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;center&quot;&gt;-&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In den letzten Tagen entflammte ein Streit &amp;#252;ber die gro&amp;#223;z&amp;#252;gigen Wahlversprechen der CDU/CSU und FDP. Was Merkel und Co. so lapidar auf gut Gl&amp;#252;ck versprachen, wollen Westerwelle und Co. nun gnadenlos umsetzen, egal ob sich Deutschland das leisten kann oder nicht. Angie war wenigsten noch clever genug, sich stets ein Hintert&amp;#252;rchen f&amp;#252;r die offensichtliche Wahlkampfl&amp;#252;ge frei zu halten. Deswegen sollte sie es auch nicht weiter st&amp;#246;ren, dass sich die eigenen Landesv&amp;#228;ter gegen Steuereinsparungen stellen. Doch die FDP, die entweder Deutschland bewusst in den Ruin treiben will, oder jeden Hang zur Realit&amp;#228;t verloren hat, will trotz eines hohen Schuldenbergs weiter das Geld raushauen. Die Begr&amp;#252;ndung von Guido Westerwelle: &lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Gerade weil die Kassen leer sind, brauchen wir ja faire Steuern - damit der Wirtschaftsmotor wieder anspringt und damit so unterm Strich auch mehr Geld in die Staatskassen kommt.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Er ignoriert aber, dass die Kassen gar nicht leer sind. Er muss erst mal wieder was hinein legen, damit sie leer werden. Und selbst wenn der Wirtschaftsmotor anspringen sollte, bedeutet das nicht, dass die Kassen wieder leer werden. Egal in welcher Phase sich Deutschland seit 1949 befand, der Schuldenberg wuchs aber stetig weiter, mal langsam, mal schnell. Daran sollte Westerwelle mal denken, bevor er lauthals Steuersenkungen verk&amp;#252;ndet. Wobei, ist wohl doch nur ein Auszug aus seinen B&amp;#252;ttenreden. Karneval steht ja bevor ...&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;center&quot;&gt;-&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vor kurzem war die Weltgemeinde doch etwas erstaunt, als Barack Obama den Friedensnobelpreis bekam. Selbst der Preistr&amp;#228;ger konnte es nicht fassen, denn gerade mal ein Jahr im Amt leistete er noch nichts, was dieses Preis gerechtfertigt hat. Das wei&amp;#223; auch der Pr&amp;#228;sident. Jetzt wird zus&amp;#228;tzlich bekannt, dass &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/politik/388/493732/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/388/493732/text/&quot;&gt;die US-Waffenexporte auf ein Rekordhoch stiegen&lt;/a&gt; ...&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;center&quot;&gt;-&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Karstadt ist ja mit Arcandor untergegangen. Nun versucht ein Insolvenzverwalter zu retten, was zu retten ist. &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/wirtschaft/395/493739/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/395/493739/text/&quot;&gt;Dabei sollen die Mitarbeiter mit insgesamt 150 Millionen Euro dazu beitragen&lt;/a&gt;. Das &amp;#228;ussert sich darin, dass sie auf Lohn, der ihnen zusteht, verzichten m&amp;#252;ssen.&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die nun erzielte Vereinbarung sieht vor, dass die Mitarbeiter f&amp;#252;r drei Jahre auf 75 Prozent ihres Weihnachtsgelds und ihr Urlaubsgeld sowie tarifliche Vorsorgeleistungen verzichten&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Da fragt man sich, wie hoch das Einkommen der Manager in den letzten Jahren war, die Karstadt in den Ruin getrieben haben, und wieviel Geld aus dem Unternehmen abgeflossen ist, als Karstadt noch Gewinn abgeworfen hat. Und wo diese Mittel gelandet sind. Aber, das ist der Kapitalismus. Am Gewinn kaum beteiligt, kommen meist nur die unteren Mitarbeiter f&amp;#252;r eine Pleite auf.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Nov 2009 11:12:51 +0100</pubDate>
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    <title>Bud Spencer – Eine Ikone</title>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Niemand anders als Bud Spencer verkörperte in seinen Hau-Drauf Filmen mit Terence Hill einen Helden, der keiner sein wollte. Nicht nur deswegen war er das Vorbild für mich in meiner Jugend. Ein kleines Dankeschön an den Grummelbär, der in seinen Filmen zwar nicht viel von Recht und Gesetz hielt, aber doch immer Anstand und Moral bewies. Happy Birthday!&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ja, ich weiß, dass Bud Spencer nicht Bud Spencer heißt. Das soll mich in diesem Beitrag aber nicht weiter stören, und es ist auch nicht wirklich wichtig. Denn zum einen kann jeder, der seinen gebürtigen Namen wissen will, im Internet schnell fündig werden. Zudem kenne ich diese andere Seite des Schauspielers nicht so gut, auch wenn diese Seite einen sehr interessanten und spannenden Einblick in eine Person gewährt, die man wahrhaftig als Multitalent bezeichnen kann. Weltmeister und Olympiateilnehmer spiegeln dabei nur einen geringen Teil wieder.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Doch was machte ihn zu dem Held meiner Jugend?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Eigentlich stand Buddy meist auf der falschen Seite des Gesetzes. Vor allem in den Italo-Spaghetti-Western. Er mimte stets einen Pferdedieb, die zu damaliger Zeit in der neuen Welt hart bestraft wurden, da das Pferd als der wichtigste Besitz galt. So wie heute das Auto das liebste Kind des Deutschen/Amerikaner ist, galt dasselbe im Wilden Westen für das edle Arbeitstier.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Obwohl er diesen “falschen” Weg einschlug, repräsentierte er in jedem Film den Unterschied zwischen Recht/Gesetz und Anstand/Moral. Denn, auch wenn Terence Hill ihn meist dafür anstoßen musste, schlug Bud Spencer sich stets auf die Seite der Armen und Schwachen. Dabei symbolisierten sie schon das Prinzip der Religionsfreiheit.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Jeder wird sich an die Mormonen erinnern, die mit ihrer Viehherde die saftigen Wiesen “zerstörten”, wo die Pferde des Majors grasen sollten. Oder an das kleine Baby, welches furzenderweise mit Blähungen zu kämpfen hatte. Der verletzte Bergwerk-Junge, den Bud Spencer mit einem Flug durch Nacht, Nebel und Sturm rettete, darf auch nicht fehlen. Damit stand Bud Spencer neben dem Schelm Terence Hill für schnelle, trockene, standfeste, aber auch oft schmerzliche Hilfe.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Denn die Prügeleinlagen mit ihrer übertriebenen Soundkulisse waren das Tüpfelchen auf dem i, oder das Sahnehäubchen auf der Torte. Dabei suchte er nie diese gewalttätige Auseinandersetzung, sondern verteidigte sich stets. Der Hauch von “wir können das Problem friedlich klären, aber wenn ihr euch Prügeln wollt, dann spuck ich nur kurz in meine Hände und zeig euch, wo mein Hammer hängt” schwang stets in seinen Faustschlägen mit. Es gibt kaum, wenn überhaupt eine Prügelei, die in aggressiver Form von Bud Spencer und Terence Hill ausgingen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Diese hochwertige Moral und der Anstand (natürlich von beiden) fehlt zunehmend in unserer Gesellschaft. Nicht nur deswegen stieg er für mich zu dem Helden meiner Jugend auf, aber auch gerade deswegen. Trotz der rechtlosen Seite, auf die Buddy sich in den Western schlug, symbolisierten beide eigentlich eine simple Moralphilosophie mit wenigen Regeln oder Richtlinien, die in der Gesellschaft angewandt, ein harmonisches Miteinander garantieren würden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In seiner knurrigen Art und Weise war er doch unter dieser Schale immer ein liebenswerter und sanftmütiger Mensch. Dies zeigte er vor allem in den Plattfuß-Filmen und als Sheriff, der dem kleinen außerirdischen Jungen ein neues Zuhause bot. Und um es ganz platt, aber doch richtig auszudrücken, die Guten bekamen immer seine sanftmütige Art zu sehen, die Bösen seine harte Schale zu spüren, nebst rotierenden Dampfhammer. Dafür werde ich dich nie vergessen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vielen Dank und Happy Birthday, Carlo Pedersoli.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 Nov 2009 08:55:00 +0100</pubDate>
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    <category>Bud</category>
<category>Carlo</category>
<category>Film</category>
<category>Italo-Western</category>
<category>Pedersoli</category>
<category>Plattfuß.Plattfuss</category>
<category>Spaghetti</category>
<category>Spencer</category>

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    <title>Kaputt ist diese Welt</title>
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            <category>Philosophie</category>
            <category>Politik</category>
            <category>So Nebenbei</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Eigentlich wollte ich hier nie ein Video veröffentlichen. Aber wie es im Leben so ist, sag niemals nie. Und weil das Lied für sich spricht, und weitere Worte überflüssig sind, schweige ich jetzt und lasse euch entscheiden.&lt;/p&gt;    &lt;div style=&quot;padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; width: 425px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px&quot; id=&quot;scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:3751907f-b595-41ef-8a62-ff6f5927c395&quot; class=&quot;wlWriterEditableSmartContent&quot;&gt;&lt;div id=&quot;368adb83-15b2-4a3a-929e-c84370bc619e&quot; style=&quot;margin: 0px; padding: 0px; display: inline;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.youtube.com/watch?v=MhRV7bZOfYI&amp;amp;amp;hl=de&amp;amp;amp;fs=1&amp;amp;amp;rel=0&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=MhRV7bZOfYI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0&quot; target=&quot;_new&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.rote-couch.com/uploads/WindowsLiveWriter/KaputtistdieseWelt_59D/video9bc29d435c7a.jpg&quot; style=&quot;border-style: none&quot; galleryimg=&quot;no&quot; onload=&quot;var downlevelDiv = document.getElementById(&#039;368adb83-15b2-4a3a-929e-c84370bc619e&#039;); downlevelDiv.innerHTML = &amp;quot;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;object width=\&amp;quot;425\&amp;quot; height=\&amp;quot;355\&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;param name=\&amp;quot;movie\&amp;quot; value=\&amp;quot;http://www.youtube.com/v/MhRV7bZOfYI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0&amp;amp;hl=en\&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;\/param&amp;gt;&amp;lt;embed src=\&amp;quot;http://www.youtube.com/v/MhRV7bZOfYI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0&amp;amp;hl=en\&amp;quot; type=\&amp;quot;application/x-shockwave-flash\&amp;quot; width=\&amp;quot;425\&amp;quot; height=\&amp;quot;355\&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;\/embed&amp;gt;&amp;lt;\/object&amp;gt;&amp;lt;\/div&amp;gt;&amp;quot;;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Fri, 09 Oct 2009 22:23:00 +0200</pubDate>
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    <category>Dannen</category>
<category>Funny</category>
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    <title>Two-Faced</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Philosophie</category>
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            <category>Wirtschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die Nachrichten von gewaltsamen Niederschlagungen protestierender Menschen in der Welt rei&amp;#223;en nicht ab. Erst Tibet, dann Iran und nun Xinjiang. Und dazwischen liegen noch viele andere Beispiele, in denen nach Eigenst&amp;#228;ndigkeit und Demokratie verlangt wird. Doch &amp;#252;berall werden diese &amp;quot;Feinde des Staates&amp;quot; brutal niedergeschossen. Doch nicht in jedem Fall regt sich unter den m&amp;#228;chtigsten Politikern &amp;quot;moderner Demokratien&amp;quot; der Welt der gleiche Widerstand. Denn China ist eine Wirtschaftsmacht, wo die gro&amp;#223;en Unternehmen noch billiger herstellen k&amp;#246;nnen und wo noch mehr Profit rausgeschlagen werden kann. Und, ach ja, China hat Atomwaffen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ein Schelm wer dabei b&amp;#246;ses denkt, wenn Iran nun auch versucht, an solch ein Arsenal zu kommen. Sie wollen das gleiche Recht wie alle anderen. Aber die USA und Russland wollen ja jetzt abr&amp;#252;sten. Alte Waffen entsorgen ohne neue zu bauen. Wenn das nicht sowieso eine logische Konsequenz der Weltwirtschaftskrise ist. Aber so wird Abr&amp;#252;sten definiert, heutzutage.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Lasst mich dazu nur einen deutschen Liedermachen zitieren.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;quot;Oh kaputt ist diese Welt&amp;quot; (c) Funny van Dannen&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Tue, 07 Jul 2009 08:37:56 +0200</pubDate>
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    <title>Unsere Verfassungsbrecher</title>
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            <category>Bundestagswahl 2009</category>
            <category>Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Eigentlich soll man sich auch nicht &amp;#252;ber alles aufregen. Denn das ist nicht gut f&amp;#252;r die Gesundheit, und es erregt den Anschein, dass man sich nur des Aufregens wegen &amp;#252;ber irgend eine Sache beschwert. So wie &amp;#252;ber die verfassungswidrige Bundestagswahl im September diesen Jahres.&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/,tt5m1/politik/253/476761/text/&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/politik/253/476761/text/&quot;&gt;Am 3. Juli hat das Bundesverfassungsgericht das geltende Wahlgesetz als verfassungswidrig erkl&amp;#228;rt&lt;/a&gt;. Seit dem ist fast ein Jahr vergangen, doch erst am Freitag soll ein von den Gr&amp;#252;nen! vorgelegtes Wahlrecht dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt werden. &amp;#220;ber ein Jahr hat sich die Regierung aus SPD und CDU/CSU nicht ger&amp;#252;hrt, Hand an einem Wahlgesetz anzulegen, welches verfassungswidrig ist. Da musste erst eine andere Partei kommen, die Bewegung in die Angelegenheit bringen soll.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der Clou an der ganzen Sache ist, dass das damalige Verfassungsgericht eine &amp;#220;bergangsfrist bis 2011 gegeben hat, also nach der Bundestagswahl in diesem Jahr. Da fragt man sich zum Einen, warum das Gericht, welches ein Gesetz als verfassungswidrig einstuft, es gestattet, noch einmal solch ein Gesetz anzuwenden. Vor allem weil es gen&amp;#252;gend Zeit gab, um &amp;#196;nderungen durchzuf&amp;#252;hren. Etwas s&amp;#252;ffisant berichtet Heribert Prantl &amp;#252;ber m&amp;#246;gliche Gr&amp;#252;nde in oben genannten Artikel.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das unfassbare Zweite ist aber, wie relaxt sich die Regierungsparteien seit dieser Zeit gegeben haben, als feststand, dass das Wahlgesetz nicht der Verfassung entspricht. Somit kalkulierten &lt;em&gt;eigentlich&lt;/em&gt; auf demokratischen und verfassungstechnischen Grundlagen basierende Parteien ein, dass die n&amp;#228;chste Wahl (und damit auch die neue Regierung) eben NICHT auf den Grundlagen unseres Staates basiert. Es brauchte erst eine nicht-Regierungspartei um fast ein Jahr nach der Entscheidung eine &amp;#196;nderung des Wahlgesetzes vorzulegen, und es sieht so aus, als ob die Regierungsparteien dagegen stimmen werden.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Sagt mal, habt ihr nun den letzten Rest eures Verstandes verloren?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Am Ende scheint solch eine Aufregung allerdings &amp;#252;bertrieben. Denn eine &amp;#196;nderung des Wahlgesetzes wird so gering ausfallen, dass die Auswirkungen ebenfalls nur sehr klein sein werden. Allerdings geht es um das Prinzip, dass ein Staat die Verfassung w&amp;#252;rdigt, auf der unsere Gesellschaft, dessen Regierung und dessen Recht aufgebaut sind.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ein wenig Stammtisch-Philosophie scheint auch ein wenig zu helfen; Es ist egal wie wer da oben ist, der Mist den sie verzapfen wird durch eine Wahlgesetz-&amp;#196;nderung auch nicht besser werden.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 29 Jun 2009 17:49:10 +0200</pubDate>
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    <category>Bruch</category>
<category>Bundesverfassungsgericht</category>
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<category>Grünen</category>
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<category>Verfassung</category>
<category>Verfassungsgericht</category>
<category>verfassungswidrig</category>

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    <title>Auge um Auge, Zahn um Zahn - Warum nicht</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Philosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Stetig wird auf den Spruch im Alten Testament verwiesen. Was du mir angetan hast, das werde auch ich dir antun. Was in Europa verboten ist, wird in anderen L&amp;#228;ndern als Gesetz angewendet. So auch im Fall von &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.spiegel.de/spiegel/0,1518,629871,00.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,629871,00.html&quot;&gt;Amene Bahrami&lt;/a&gt;. Ein Mann, der ihre Liebe nicht gewinnen konnte, bespritzte ihr Gesicht mit S&amp;#228;ure, so dass kein anderer Mann sie besitzen wolle. Der oberste Gerichtshof im Iran hat ihr im November 2008 zugestanden, dass sie nun diesem Mann auch S&amp;#228;ure in die Augen spritzen darf. Als Strafe, als Rache, und, so wie sie sagt, f&amp;#252;r die Frauen im Iran. Denn, &amp;quot;w&amp;#252;rde noch eine Frau mit S&amp;#228;ure ver&amp;#228;tzt, k&amp;#246;nnte ich mir das niemals verzeihen&amp;quot;. Ist solch ein Strafsystem gerecht?&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Au&amp;#223;erdem sagt sie in Hinsicht auf den Todeswunsch des T&amp;#228;ters (Lieber sterbe er, als sich solch einer Strafe auszusetzen): &amp;quot;Er darf nicht einfach weg sein. [...] Er soll leiden wie ich.&amp;quot; Diese Worte klingen nicht mehr nach der F&amp;#252;rsorge f&amp;#252;r die Frauen im Iran. In den Worten liegt der Geschmack der Rache. Doch was w&amp;#252;rde eine Gef&amp;#228;ngnisstrafe bringen? Bzw., wie viele Jahre wiegen das Augenlicht eines Menschen auf? Dass der T&amp;#228;ter lieber sterben w&amp;#252;rde, als seine Sehkraft zu verlieren, spricht B&amp;#228;nde.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wer jetzt sagt, eine Strafe darf nicht aus Rache bestehen, der sollte sich die Streitigkeiten der Parteien in unserem Bundestag anschauen. Da gibt es genug Beispiele, &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,593687,00.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,593687,00.html&quot;&gt;wo Politik f&amp;#252;r Rache missbraucht wird&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Rache basiert darauf, dass ein Vergehen vergolten wird, und meist mit der selben Aktion, wie das Unrecht geschah. Wie du mir, so ich dir. Brichst du mir den Arm, breche ich deinen. Stiehlst du mir den Fernseher, stehle ich deinen.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Doch gibt es Unterschiede. Wer einen Fernseher stiehlt, geh&amp;#246;rt ins Gef&amp;#228;ngnis. Dem Opfer wird der Fernseher zur&amp;#252;ck gegeben, oder es erh&amp;#228;lt einen Ausgleich, um sich einen neuen zu kaufen. K&amp;#246;rperverletzung sieht da schon wieder anders aus.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;K&amp;#246;rperverletzung ist irreparabel. Selbst wenn eine Verletzung wieder heilt, bleibt immer eine Einschr&amp;#228;nkung zur&amp;#252;ck, auch wenn sie kaum noch sp&amp;#252;rbar ist. Schlimmer noch, wenn zus&amp;#228;tzlich Narben oder offensichtliche Behinderungen entstehen, kann das nicht so einfach vergessen werden. Das Opfer wird jeden Tag an die Tat erinnert und das Leben kann nicht mehr so frei gestaltet werden wie zuvor. Narben, oder ein lahmer Arm, oder ein lahmes Bein sind dabei noch recht harmlos. F&amp;#252;r einen leidenschaftlichen Tennis-, oder Fu&amp;#223;ballspieler allerdings nicht mehr. Und was, wenn man durch eine Tat erblindet? Ein Vergewaltigungsopfer, vor allem Kinder, leiden ihr restliches Leben darunter.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wieviel Jahre Gef&amp;#228;ngnis soll in den genannten F&amp;#228;llen die Tat aufwiegen. Oder gar nur Monate?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Gef&amp;#228;ngnis alleine kann diese Schuld nie vergelten. Selbst wenn der T&amp;#228;ter lebenslang eingesperrt w&amp;#228;re. Deswegen bef&amp;#252;rworte ich in vielen F&amp;#228;llen eine &amp;quot;Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn&amp;quot;-Strafe und kann Amene Bahrami sehr gut verstehen. Sicherlich bringt ihr der Vollzug der Strafe, die f&amp;#252;r den T&amp;#228;ter in ihrem Fall vorgesehen ist, das Augenlicht nicht zur&amp;#252;ck. Aber eine Gef&amp;#228;ngnisstrafe auch nicht. Es ist nicht nur die Genugtuung, zu wissen, dass er nun mit den selben Schwierigkeiten leben muss, wie sie auch, es ist auch eine Warnung an all diejenigen, die denken, jemanden etwas anzutun, was man selbst nicht erleiden m&amp;#246;chte.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 27 Jun 2009 15:28:36 +0200</pubDate>
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    <category>Amene</category>
<category>Auge</category>
<category>Auge um Auge</category>
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<category>Zahn um Zahn</category>

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    <title>Der Mensch - Das kurzsichtige Ich-bezogene Lebewesen</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Philosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Captain)</author>
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    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Schon als die Mitarbeiter der Bahn ihre Arbeit niederlegten, verurteilten viele den Streik. &amp;quot;Er werde auf den R&amp;#252;cken der Reisenden ausgetragen&amp;quot; - so der Tenor damals. Nun ist es nicht anders. Seit sechs Wochen streiken die Erzieher der Kitas, zu Recht. Doch nun wird der Unmut derer, welche davon betroffen sind, immer gr&amp;#246;&amp;#223;er. Aber der Unmut richtet sich - wie schon damals w&amp;#228;hrend des Streiks der Lokf&amp;#252;hrer - gegen die Falschen. Das Beispiel zeigt wieder, wie kurzsichtig der Mensch ist.&lt;/p&gt;    &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Kinder h&amp;#252;ten ist ein anstrengender Job. Deswegen streiken schon seit sechs Wochen die Erzieherinnen der Kitas f&amp;#252;r bessere Arbeitsbedingungen. Wie Stefan &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E71323D8EC3034FA183BF5DC161E6C6EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E71323D8EC3034FA183BF5DC161E6C6EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Dietrich zeigt, ein Dilemma&lt;/a&gt;, welches durch die Bundesregierung hervorgerufen wurde. Doch das wollen die Eltern nicht mehr hinnehmen. Uta Rasche berichtet auf der &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.faz.net/s/homepage.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.faz.net/s/homepage.html&quot;&gt;Online-Ausgabe der Faz&lt;/a&gt; wie der &lt;a onclick=&quot;javascript: pageTracker._trackPageview(&#039;/extlink/www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5D0BB0DA61604EE384F18F15782017F8~ATpl~Ecommon~Scontent.html&#039;);&quot;  href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5D0BB0DA61604EE384F18F15782017F8~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Unmut der Eltern immer gr&amp;#246;&amp;#223;er wird&lt;/a&gt;. Wichtigstes Argument dabei spricht Claudia Jansen, Mutter eines zwei Jahre alten Sohnes aus:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die Tarifauseinandersetzung wird auf dem R&amp;#252;cken der Kinder und der berufst&amp;#228;tigen M&amp;#252;tter, insbesondere der Alleinerziehenden, ausgetragen. Sie trifft die Schw&amp;#228;chsten.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Das ist leider wahr. Doch richtet sich nun der Unmut gegen der Eltern gegen die Falschen - n&amp;#228;mlich gegen die Erzieher und die Gewerkschaft Verdi. Aber warum? Jede Verbesserung innerhalb der Kita kommt auch den Kindern zu Gute, wie motivierte Erzieherinnen oder Geld f&amp;#252;r die Ausstattung der Kitas. Zus&amp;#228;tzlich sind die Probleme von der Bundesregierung Haus gemacht.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Warum aber unterst&amp;#252;tzen die Eltern nicht den Streik der Erzieher und richten sich im Gegensatz dazu gegen sie?&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der Mensch ist kurzsichtig. Er lebt in seiner Welt, die er so gestalten will, wie er es gerne m&amp;#246;chte. Daran ist nichts verkehrtes dran. Aber er will nicht einsehen, dass er seine Welt von der Gemeinschaft nicht abschotten kann. Das ist unm&amp;#246;glich. Jede Welt besitzt Verbindungspunkte nach au&amp;#223;en, die wie Dominosteine funktionieren. Sie &amp;#252;bertragen &amp;#196;nderungen von Au&amp;#223;en nach Innen, und umgekehrt.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Dabei interessiert ihn nicht, was er nach au&amp;#223;en abgibt, aber versucht jede St&amp;#246;rung, die von au&amp;#223;en hineinkommt zu bek&amp;#228;mpfen. Dass dabei nicht weiter als bis zur Grenze der eigenen Welt geschaut wird, ist ein menschliches Dilemma in unserer Gesellschaft. Denn stellt euch vor, was w&amp;#252;rde passieren, wenn alle an einem Strang ziehen w&amp;#252;rden? Wenn gemeinsam gegen das Unrecht, welches vom Staat ausgeht, angegangen w&amp;#252;rde? Aber das tun sie nicht, dazu ist ihnen ihre Welt zu wichtig.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Deswegen m&amp;#252;ssen Sch&amp;#252;ler und Studenten alleine auf die Stra&amp;#223;e gehen, um gegen Bildungsnotstand zu streiken. Deswegen stehen die Lokf&amp;#252;hrer alleine da, um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Und deswegen stehen nun auch die Erzieherinnen alleine da, um die Situation in den Kitas F&amp;#220;R die Kinder der Eltern, die jetzt ihren Unmut gegen eben jene Arbeitnehmer &amp;#228;u&amp;#223;ern, zu &amp;#228;ndern.&lt;/p&gt;  &lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wenn der Mensch endlich mal begreifen w&amp;#252;rde, dass seine Welt auch die des anderen ist, dann k&amp;#246;nnten wir eine wirkliche Gemeinschaft aufbauen. Aber so weit scheinen wir noch nicht zu sein. Und den Politiker und Wirtschaftsbonzen freuts, denn sie sind der wahre Nutznie&amp;#223;er dieser ausufernden Individualisierung.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 23 Jun 2009 09:31:31 +0200</pubDate>
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