Artikel mit Tag Diebstahl
Es reicht langsam
Die Fälle, in denen Mitarbeiter für Nichtigkeiten fristlos gekündigt wird, häufen sich. Erst die Kassiererin, die wegen zwei von Kunden vergessenen Leergutbons in schwindeleregender Tiefe ihren Job verlor, dann ein Müllmann, der ein Kinderbett von der sprichwörtlichen Müllkippe "stahl", ein Fabrikarbeiter, der wegen des Diebstahls von Strom (für das Aufladen seines Handys) hinaus geworfen wurde, eine Büroangestellte, die es sich erdreistete, eine Bulette von einem reich gedeckten Tisch zu verzehren (oh ich vergaß, ein Brötchen gehörte auch dazu), kommt nun eine Altenpflegerin hinzu, die übrig gebliebenes Essen, was so oder so in den Abfall wandern würde, mit nach Hause nahm und dafür nun mit einer fristlosen Kündigung belohnt wurde. Habt ihr alle nun endgültig den Verstand verloren?
Kampf der Generationen
Angst vor Piraten haben nicht mehr nur noch Seeleute, nun schwappt die Furcht auch auf das europäische Festland über. Die Piraten, um die es hierbei geht, brechen dabei nicht das Gesetz, sondern wollen dies ändern, auf legalem Weg. Doch die Gefahr, die von ihnen kommen soll, ist Seemannsgarn. Denn kaum ein Artikel in der Presse gibt deren Ziele richtig wieder und man muss den Autoren unterstellen, schlechter recherchieren zu können als ein Journalismus-Student im ersten Semester. In ihren Vorwürfen kann man eine Angst spüren, die sich nicht um die Gerechtigkeit fürchtet, sondern um deren Haus, Auto und Yacht. Der Generationskampf beginnt gerade. Doch dreht es sich hierbei nicht um den Diebstahl geistigen oder materiellen Eigentums, so wie es den Piraten vorgeworfen wird, sondern um eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes.

