Artikel mit Tag Insolvenz
Kurz und Bündig - Teil VII
Nun, ich kann es doch nicht lassen. Da die Medien kein Problem haben, Missverständnisse herauf zu beschwören (als Beispiel dient hier die FAZ), es in der neuen Bundesregierung zwischen den Koalitionspartnern schon kriselt und ein Friedensnobelpreisträger mit Waffen absahnt, kann ich nicht einfach so still rumsitzen. Einen kleinen Nachschlag liefert Karstadt, welches ein schönes Beispiel für die Ungerechtigkeit des Raubtierkapitalismus liefert.
Sechs, setzen, Herr Piper
General Motors und Opel sind nun zu einem großen Teil in der Hand des Staates. Nachdem die Unternehmen in den Untergang geführt wurden, versuchen Politiker nun so viele Arbeitsplätze zu retten wie möglich. Dass das nicht gut gehen wird, davon ist Nikolaus Piper von der Süddeutschen überzeugt. Denn in seinem Kommentar über die zunehmende Verstaatlichung unterstellt er den Politikern die falsche Beweggründe, und damit nicht die Weitsicht, wirklich wirtschaftlich zu arbeiten. Dabei übersieht er aber einen äußerst wichtigen Punkt: Auch Manager in der Wirtschaft betrachten das Unternehmen nicht von allen Seiten.
Der Kindergarten für alte Männer
Viele können sich vielleicht noch an das böse Kind im Kindergarten erinnern. Es schubste jeden herum und suchte konsequent Streit. Andere wiederum waren das böse Kind selbst. Wenn er (meist war es ein Junge) wieder einmal gelangweilt war, dann brauchte er nicht lange zu warten. Bald schon stand ein anderes Kind ihm im Weg, spielte im Garten mit dem Spielzeug, welches ihm “gehörte” oder schaukelte auf der Schaukel seines Vertrauens. Wenn man sich in den letzten Wochen die Auseinandersetzungen zwischen Porsche und Volkswagen, genauer, zwischen Porsche-Miteigentümer und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking anschaut, kommt man sich zurück versetzt in eben jenen Kindergarten, wo sich Kinder wegen eines Spielzeugbaggers streiten.

