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Kampf gegen die Piraten-Bucht (aktualisiert)
Konrad Lischka ist nun mein Lieblingskommentator auf Spiegel-Online. Und dazu brauchte er nur einen Kommentar zu schreiben, nämlich über den Prozess der Unterhaltungsindustrie gegen die Piratenbucht in Schweden. In diesem Prozess zeigt sich besonders deutlich, wie die obere Schicht den Pöbel ausnimmt wie eine Weihnachtsgans. Lischka hat das noch nicht wirklich begriffen, oder es interessiert ihn nicht. Denn er beschuldigt den Betreibern eine Verlogenheit, die moralisch nicht zu halten sei. Er tritt auf wie ein Ritter des Rechts, ohne das Recht für alle gleich geltend zu machen und argumentiert mit der moralischen Keule, die man nicht in die Hand nehmen sollte, wenn man im Glashaus oder Porzellanladen steht. Seine Schlussfolgerung, dass es leichter sei, online Gesetze zu ignorieren statt für eine Modernisierung des antiquierten Urheberrecht zu kämpfen, ist auf den ersten Blick gar nicht so falsch, aber wer sich ein wenig tiefer in die Materie einarbeitet, wird feststellen, dass auch hier wieder dasselbe Problem auftritt wie in fast allen anderen Themen, über die ich geschrieben habe. Lischka rettet sich am Ende auch nicht damit raus, dass er fordert, allgemein gültige Gesetze für das Online-Feld zu schaffen, damit keine kleinen Oasen im Netz entstehen, die entweder von anderen Informationen abgekoppelt sind, oder die restliche Welt ausgrenzen.
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