Artikel mit Tag Winnenden
Die Koalition tötet das Spiel
Wie Volker Pispers einmal Roland Koch beschrieben hat, trifft wohl auf alle Politiker zu. In ihrer Kindheit wollte keiner mit ihnen spielen – und scheinbar, nachdem sie erwachsen geworden sind, bleibt das auch so. Anders lässt es sich nicht erklären, warum die Koalition Spiele wie Paintball, Gotcha und Laserdom verbieten will.
Und bald schon nehmen Polizisten spielende Kinder fest (“Peng-Peng – Du bist tot”), die mit Stöcken bewaffnet (denn Spielzeug Pistolen gehören in der Konsequenz auch verboten) aufeinander schießen. Doch halt, Stop! Das Spiel der Kinder ist ja nicht ernst gemeint. Sie spielen den Tod nur. Und da Erwachsene klar zwischen Spiel und Wirklichkeit unterscheiden können, dürfen sie das Spiel mit dem Tod nicht mehr spielen. Die Koalition tötet das Spiel.
Man könnte meinen, für Erwachsene ziemt es sich nicht, zu spielen – wenn es nach Politikern geht. Weil wohl keiner mit ihnen spielen will.
Ohne Worte - Die unheimlichen Tiefen von Twitter
Wer gedacht hat, Winnenden sei vorbei, der irrt. Dies beweist Schmollo, der folgendes Fundstück twitterte:
Denn “Mit dem Zweiten sieht man besser”.
Das Dilemma der Medien nach der Tragödie von Winnenden
Das Massaker von Winnenden wird noch lange in der deutschen Gesellschaft nachhallen. Länger als gehofft, aber kürzer als notwendig. Länger, weil das Thema immer noch gut genug ist, um Zuschauerzahlen oder Käufer anzulocken, aber nicht lange genug, weil es, wenn es seinen Reiz verliert, in der Versenkung verschwinden wird. Dafür werden Medien und Politiker sorgen. Eine besonders große Enttäuschung erlebte ich dabei bei der FAZ. Eigentlich die Zeitung, welche ich zu den seriösesten in Deutschland zähle, schreibt über die Wünsche der Hinterbliebenden, um im gleichem Atemzug diese zu verhöhnen und mit Füßen zu treten.
"Das Dilemma der Medien nach der Tragödie von Winnenden" vollständig lesen »

