Die Rote Couch - Ein parteiloses Blog

Richtungswechsel

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Wahlkampfrhetorik ist sehr schön anzuhören. Da wird den Zuhörern ein Ideal vorgestellt, an dem sich Politiker messen lassen wollen. Zumindest bis zur Wahl. Danach kommt es ganz darauf an, wie die Wähler entschieden haben. Sobald die ersten Prozente bekannt sind und die Ergebnisse entsprechen so gar nicht den Hoffnungen oder Wünschen, dann beginnt es sofort in den Köpfen der Spitzenkandidaten zu rotieren an. Die große Frage lautet: In welcher Konstellation kann ich wie am besten (mit-)regieren? Das denkt sich seit den Landtagswahlen SPD-Chef Christoph Matschie in Thüringen und sein Grünen-Pendant im Saarland Hubert Ulrich. Versteht mich nicht falsch, jeder Partei-Vorsitzender, bzw. Spitzenkandidat denkt das, aber hier sollen mal diese beiden im Vordergrund stehen, vor allem Letzterer.

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Geschrieben von Captain

12.10.2009 um 01:57:00

"Schwarz-Rot ist unser Tod"

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Der Thüringer SPD-Chef Christoph Matschie gab bekannt, dass die Thüringer SPD in Koalitionsverhandlungen mit der CDU eintreten wird. Damit wendet sie sich von der Linke und den Grünen ab, da ein Bündnis mit der CDU angeblich mehr Stabilität biete. Der Vorstand, der sich für diesen Weg mit 18 zu sechs Stimmen entschieden hatte, betritt damit einen sehr schmalen Grad. Dieser Richtungswechsel verdeutlicht allerdings das Problem der SPD im gesamten Land. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich, sowie die Ungradlinigkeit der Partei lässt ihnen die Wählerschaft wegbrechen.

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Geschrieben von Captain

01.10.2009 um 17:34:39

Abgelegt in Politik

Landesvater = Vorbild?

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Nach dem Bruch der großen Koalition in Schleswig-Holstein dürfen dort die Wähler etwas früher an die Urne treten. Die Kandidaten für die zwei großen Volksparteien sind dabei die gleichen Streithähne, die die Koalition platzen lassen haben. Nun traten sie sich in einem Fernsehduell, welches ziemlich in Mode gekommen ist, gegenüber. Gleich zu Beginn verpasste NDR-Moderator Andreas Cichowicz eine große Chance. Nachdem er süffisant die gegenseitigen Schmähungen der beiden Kontrahenten aufgezählt hatte, hätte mich als interessierten Zuschauer nur eine Frage wirklich interessiert:

"Nachdem ich ihnen nun vorgelesen habe, mit welchen Schimpf- und Hasstiraden sie sich beide in den vergangenen Monaten belegt haben, wer von ihnen beiden glaubt eigentlich noch ernsthaft, ein gutes Vorbild und Volksvertreter eines Landes zu sein, wenn sie es nicht einmal schaffen, ein Kleinkindverhalten abzulegen und wie bockige Buben über einander her zu ziehen?

Geschrieben von Captain

24.09.2009 um 09:50:46